Gründe für Abbau sind steigende Kosten und chronische Ertragsschwäche
Nagel startet Gespräche über Stellenabbau

Versmold (WB). Nach dem Mitte Februar angekündigten Abbau von 100 der konzernweit 12.000 Arbeitsplätze bei der Versmolder Logistikgruppe Nagel sollen nun die Gespräche und Verhandlungen intensiviert werden.

Mittwoch, 27.02.2019, 07:48 Uhr aktualisiert: 27.02.2019, 07:52 Uhr
Symbolbild. Foto: Oliver Schwabe
Symbolbild. Foto: Oliver Schwabe

Am Dienstag informierten sich am Stammsitz rund 350 Beschäftigte bei einer Betriebsversammlung über den Stand der Dinge. Carsten Taucke als Sprecher der Geschäftsführung erläuterte noch einmal die Gründe für den Jobabbau ausschließlich im kaufmännischen Bereich. Nagel (2,2 Milliarden Euro Umsatz) kämpft seit Jahren mit steigenden Kosten und einer chronischen Ertragsschwäche.

Alleine in der Zentrale in Versmold sollen 40 von 550 Stellen wegfallen – unter anderem, um in den vergangenen Jahren entstandene Doppelstrukturen zu beseitigen. Abhängig davon, wie viele Mitarbeiter einem Aufhebungsvertrag zustimmen, wird die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen ausfallen.

Zeitplan der Geschäftsleitung ist »ambitioniert«

Ulrich Harbert, Betriebsratsvorsitzender in Versmold, kündigte an, die bestmögliche Lösung bei Sozialplan und Interessenausgleich für die betroffenen Mitarbeiter aushandeln zu wollen. Den Zeitplan der Geschäftsleitung, eine Einigung bis Ende März zu erzielen, nannte Harbert gestern »ambitioniert«.

Derweil zeichnen sich operativ Fortschritte ab. Der 2018 eingeschlagene Weg zur Verbesserung der Ergebnisse setze sich fort. Die Geschäftsleitung sprach vom besten Januar seit zehn Jahren.

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