Mi., 03.07.2019

Erfinder der Horror-Rezeptsammlung kommen am 8. Juli zu den Reinert-Open nach Versmold Fleischwurst mit Nutella

Hmmm, lecker: Diese sympathische Spinne besitzt Beine aus Paprika. Zum Nachtisch vielleicht ein Obst-Pfau gefällig?

Hmmm, lecker: Diese sympathische Spinne besitzt Beine aus Paprika. Zum Nachtisch vielleicht ein Obst-Pfau gefällig? Foto: Lukas Diestel

Versmold (WB). Fanta-Hähnchen oder Hackfleisch-Pudding: Kein Gaumengraus ist den Machern von »Worst of Chefkoch« fremd. Auf ihrem Blog sammeln Lukas Diestel (29) und Jonathan Löffelbein (27) das Schlimmste aus der kulinarischen Hölle von chefkoch.de. Vor ihrem Auftritt in Versmold hat Kerstin Panhorst mit ihnen über kulinarische Desaster gesprochen.

Wie kamen Sie auf die Idee, scheußliche Rezepte zu sammeln?

Lukas Diestel: Das war so eine Biergartenidee. Wir hatten uns gegenseitig schon länger lustige Rezepte mit dem Handy zugeschickt und dachten, das müsste ja schon mal jemand gesammelt haben – im Internet gibt es ja alles. Gab es aber noch nicht, also haben wir damit angefangen.

Was macht ein »Worst of Chefkoch«-würdiges Rezept aus?

Diestel: Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal sind es die Zutaten oder auch die Menge an sich, die es unappetitlich macht. Oder die Zubereitung ist gar kein richtiges Rezept. Manchmal ist das Ganze auch einfach skurril oder das Bild alleine schon schrecklich.

Was sind bisher die Höhepunkte Ihrer Sammlung?

Diestel: Mein Favorit ist die Fußballpizza. Das ist nur Rahmspinat auf Blech, auf den mit ganz wenig Mozzarella die Feldlinien gelegt werden. Das scheint eine ziemlich matschige Angelegenheit zu sein, aber es ist toll, wie der Verfasser die Ästhetik wichtiger findet als die Konsistenz.

Jonathan Löffelbein: Ich finde die Champignon-Bananen-Lasagne mit Hühnerherzen sehr gewagt. Vor allem die Mengenangabe von 45 bis 90 Hühnerherzen.

Was erwartet die Besucher bei Ihrer Veranstaltung?

Löffelbein: Das wird eine ganz seltsame Mischung aus Anti-Kochshow, Stand-Up-Comedy und Lesung. Wir werden einige der schlimmsten Rezepte mitbringen und sie live nachkochen, damit die Leute sie dann probieren können. Dazu lesen wir dann noch einige Texte und werden einfach eine gute, lustige Zeit haben.

Die Reinert-Open tragen den Namen eines Wurst-Herstellers. Haben Sie dafür auch spezielle kulinarische Verfehlungen?

Löffelbein: Da fällt mir sofort einer unserer letzten Posts ein, die Fleischwurst à la Nobby. Das ist ein Fleischwurstring mit Käse drüber. In Versmold werden wir aber Nufleika-Toast machen. Das ist ein Toast mit Fleischwurst und Nutella.

Was essen Sie selbst gerne, obwohl andere es für seltsam halten?

Löffelbein: Ich finde es nicht eklig, aber ich löffel manchmal gerne pur einen Becher körnigen Frischkäse.

Diestel: Ich hab da keine seltsame Vorliebe. Aber ich hab mal eine Pizza mit Oliven und Rosinen gegessen – die war erstaunlich gut!

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