So., 28.07.2019

Feuerwehr rückt zu Großeinsätzen in Harsewinkel, Rietberg und Versmold aus Vier Felder in Flammen

Einsatz am Freitagabend: Ein Mähdrescher brennt auf einem Feld zwischen den Straßen Am Sundern und Landhagen im Harsewinkeler Ortsteil Greffen. Weil sich das Feuer durch den starken Wind rasant auf dem teils abgeernteten Feld ausbreitet, ist für die Feuerwehrleute besondere Eile geboten.

Einsatz am Freitagabend: Ein Mähdrescher brennt auf einem Feld zwischen den Straßen Am Sundern und Landhagen im Harsewinkeler Ortsteil Greffen. Weil sich das Feuer durch den starken Wind rasant auf dem teils abgeernteten Feld ausbreitet, ist für die Feuerwehrleute besondere Eile geboten. Foto: Gabriele Grund

Von Gabriele Grund

Harsewinkel/Rietberg/Versmold (WB). Das war ein anstrengendes Wochenende für die Feuerwehrleute im Kreisgebiet: Gleich vier Mal mussten sie am Freitag und Samstag zu Feldbränden ausrücken. Ein Mensch wurde verletzt. Die entstandenen Schäden sind beträchtlich.

Los ging es am Freitag in Versmold , wo gegen 16.50 Uhr während der Ernte auf einem Feld im Bereich Lange Straße/Steinackerstraße im Ortsteil Oesterweg ein Mähdrescher in Brand geriet. Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehr waren die Flammen schnell unter Kontrolle.

Fahrer bringt sich mit Sprung in Sicherheit

Mehr als 100.000 Euro Schaden sind am Freitagabend gegen 21 Uhr bei einem Brand eines Mähdreschers auf einem Feld zwischen den Straßen Am Sundern und Landhagen im Harsewinkeler Ortsteil Greffen entstanden. Menschen wurden nicht verletzt. Der 52-jährige Fahrer des Claas-Mähdreschers aus Beelen konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Trotz des schnellen und intensiven Feuerwehreinsatzes durch Einsatzkräfte der Löschzüge Greffen, Sassenberg und Versmold brannte die Erntemaschine komplett ab. Weil sich das Feuer durch starken Wind rasant auf dem teils abgeernteten Feld ausbreitete, war Eile geboten. Der Brand verwandelte rund 1000 Quadratmeter Weizenfeld in eine schwarz-verkohlte Fläche.

Am frühen Samstagnachmittag setzte sich die Brandserie fort. So fing gegen 12.45 Uhr nicht nur eine Ballenpresse auf einem Feld an der Steinhagener Straße in Harsewinkel Feuer, erneut stand gegen 12.50 Uhr ein Mähdrescher, diesmal während der Ernte auf einem Feld am Externbusch zwischen Her­zebrock-Clarholz und Harsewinkel, plötzlich in Flammen. Der 50-jährige Fahrer rettete sich mit einem Sprung aus dem Führerhaus. Dabei verstauchte er sich das Bein, so dass er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Landmaschine brannte lichterloh.

Mehr als 40 Einsatzkräfte der Feuerwehrlöschzuge Herzebrock, Clarholz, Möhler, Quenhorn, Rheda und Wiedenbrück löschten im Erst­angriff den Mähdrescher mit Hilfe einer Schaumkanone. Das sich rasant ausbreitende Feuer bekämpften sie mit Löschwasser aus den Fahrzeugtank – unter Atemschutz und bei mehr als 35 Grad eine schweißtreibende Angelegenheit. Gleichzeitig wurde ein Pendelverkehr zu einem wenige hundert Meter entfernt liegenden Teich eingerichtet.

Landwirte ziehen Schneisen

Starker Wind sorgte dafür, dass sich der Brand schnell ausbreitete. Bauern mit Traktoren und Wasserfassanhängern wurden in die Löscharbeiten eingebunden. In der Zwischenzeit hatten weitere Landwirte eilig mit dem Grubber Schneisen gezogen, um Flammen zu ersticken und eine größere Ausbreitung zu verhindern. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr dankten den Landwirten anschließend für die Unterstützung.

Kurz vor 14 Uhr gab es einen weiteren Großeinsatz. Ein Feld an der Wiesenstraße im Rietberger Ortsteil Mastholte brannte, mehrere tausend Quadratmeter Acker waren betroffen. Gut 80 Feuerwehrleute aus den drei Rietberger Löschzügen sowie aus Lippstadt waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Über mehrere C-Rohre wurde das Wasser aus dem nahe gelegenen Haustenbach geholt. Gleichzeitig ging es darum, den Baumbestand am Bach sowie die nahegelegenen Häuser vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

Dunkle Rauchwolken weisen den Weg

Gegen 17.25 Uhr kam es auf einem Feld in der Nähe der Straße Heerdamm in Harsewinke l zum nächsten Mähdrescherbrand. Dunkle Rauchwolken wiesen den Einsatzkräften der Löschzüge Clarholz, Harsewinkel, Beelen, Sassenberg und Greffen den Weg. Beim Eintreffen brannte ein älterer Claas-Mähdrescher bereits komplett. Der Fahrer hatte das Führerhaus rechtzeitig verlassen können. Auch bei diesem Einsatz erfolgten die ersten Löschmaßnahmen über das Wasser aus den Tanks der Einsatzfahrzeuge. Zeitgleich legten Trupps lange Schlauchleitungen zu einem Teich, um die Wasserversorgung zu garantieren. Unterstützend standen Landwirte bereit.

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