Mo., 19.08.2019

Fehlende Niederschläge beeinflussen die Gewässer im Kreis Gütersloh Viele Bäche führen zu wenig Wasser

Sandra Szczypior (l.), Sachbearbeiterin der Gewässerunterhaltung der Stadt Versmold, Ulrich Ruhe und Karl Heinz Lakebrink (r.) von der unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh am Ziegenbach: Sie begutachten die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit.

Sandra Szczypior (l.), Sachbearbeiterin der Gewässerunterhaltung der Stadt Versmold, Ulrich Ruhe und Karl Heinz Lakebrink (r.) von der unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh am Ziegenbach: Sie begutachten die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit. Foto: WB

Versmold  (WB). Das Bild im Kreis Gütersloh ist weitestgehend einheitlich: Die Bäche und Flüsse führen derzeit zu wenig Wasser. Teilweise liegen die Pegelstände 80 Prozent unter dem Niedrigwasserpegel. Das führt dazu, dass Gewässer stellenweise auch ganz trockenfallen können.

So ist es auch am Ziegenbach in Versmold. Noch vor sieben Wochen floss der Ziegenbach durch das Naturschutzgebiet Versmolder Bruch. Doch durch die anhaltende Trockenheit ist der Wasserstand sukzessive gesunken, sodass momentan kaum Wasser im Bachbett übrig geblieben ist.

Sandra Szczypior öffnet die Schranke zum Naturschutzgebiet Versmolder Bruch. Sie ist die für Gewässerunterhaltung zuständige Sachbearbeiterin bei der Stadt Versmold. Gemeinsam mit Karl Heinz Lakebrink und Ulrich Ruhe von der unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh begutachtet Szczypior den aktuellen Zustand des Gewässers. Der Wasserspiegel ist sehr niedrig, der Flusslauf stellenweise ausgetrocknet. »Wir sind auf Niederschläge angewiesen. Ohne Regen, kann sich der Bach nicht füllen«, erklärt Ruhe.

Fischpopulation schon seit vergangenem Jahr verringert

Das führte bei der vorjährigen Trockenperiode dazu, dass viele Fische im Ziegenbach verendet sind. Entsprechend niedrig war der Fischbestand in diesem Jahr, da sich die Populationsdichte noch nicht regeneriert hatte.

Allgemein gilt: Je geringer der Wasserstand eines Gewässers ist, desto höher steigt die Wassertemperatur. In so einer Situation kann es im schlimmsten Fall zu einem Sauerstoffmangel im Gewässer kommen, der das Absterben von Flora und Fauna bewirkt. Doch die momentan relativ kühlen und windigen Nächte gleichen die Hitze aus und sorgen dafür, dass der Sauerstoffgehalt konstant bleibt.

Weiterer Regen nötig

Auch die Regenfälle der vergangenen Tage helfen die Situation zu verbessern. Dennoch kann derzeit keineswegs Entwarnung für die Gewässer gegeben werden. Alle Bürger, die auffällige Veränderungen an Gewässern bemerken, können diese bei der Kreisleitstelle melden (05241/504450). Von dort aus werden die zuständigen Behörden, wie die Feuerwehr oder die untere Wasserbehörde, informiert, um notwendige Maßnahmen einzuleiten. »Den Niederschlag können wir leider nicht aktiv beeinflussen, dennoch haben wir ein gut funktionierendes Netzwerk für den Notfall aufgebaut«, versichert Ruhe.

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