Di., 03.12.2019

32-Jähriger soll keine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung haben Getötete Versmolderin: Angeklagter Ex-DSDS-Kandidat voll schuldfähig

Der Angeklagte, hier beim Prozessauftakt Ende Oktober, wird von einem Justizbeamten im Rollstuhl in den Gerichtssaal gefahren. Er soll eine 27-Jährige in einem Blumenladen in Meerbusch erschossen und sich anschließend vor einen Zug gelegt haben, wodurch er selbst schwer verletzt wurde. Nach Auffassung eines eines psychiatrischen Gutachters ist er voll schuldfähig.

Der Angeklagte, hier beim Prozessauftakt Ende Oktober, wird von einem Justizbeamten im Rollstuhl in den Gerichtssaal gefahren. Er soll eine 27-Jährige in einem Blumenladen in Meerbusch erschossen und sich anschließend vor einen Zug gelegt haben, wodurch er selbst schwer verletzt wurde. Nach Auffassung eines eines psychiatrischen Gutachters ist er voll schuldfähig. Foto: dpa

Versmold/Düsseldorf (WB/dpa). Der Mordverdächtige, der eine 27-jährige Versmolderin in einem Blumenladen in Neuss erschossen haben soll, ist nach Auffassung eines psychiatrischen Gutachters voll schuldfähig.

Der 32-Jährige habe keine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung, sagte der Gutachter am Dienstag im Prozess am Düsseldorfer Landgericht aus.

Der Angeklagte: Geschossen hätten Unbekannte

Der Deutsche soll seine Ex-Freundin aus Versmold mit mehreren Schüssen umgebracht haben. Die 27-Jährige hatte noch vergeblich versucht, in einem Blumenladen Schutz zu finden. Vergeblich hatte sie auch noch einen Notruf an die Polizei abgesetzt.

Der 32-Jährige, der 2008 bei „Deutschland sucht den Superstar“ als Kandidat aufgetreten war , hat die Tat im Prozess bestritten. Geschossen hätten Unbekannte, denen er Geld geschuldet habe, behauptete er.

Prozess wird fortgesetzt

Nach den Schüssen soll sich der Angeklagte in Tatortnähe auf Bahngleise gelegt haben. Er wurde von einem Zug erfasst und verlor dabei beide Beine. Zum Prozessauftakt Ende Oktober in Düsseldorf wurde der mutmaßliche Mörder, verhüllt mit einer Decke, von Justizbeamten in einem Rollstuhl in den Saal geschoben.

Bereits vor der Tat soll er versucht haben, die 27-Jährige zu vergewaltigen. Mehrfach soll er ihr zudem vor ihrer Wohnung aufgelauert haben. Nach Polizeiangaben hatte die Frau am 3. April vor dem Amtsgericht erwirkt, dass der Mann sich ihr nicht mehr nähern durfte. Rund drei Wochen später wurde sie erschossen. Der Prozess wird fortgesetzt.

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