Schnuppertag zur Imkerei in Werther stößt auf Rieseninteresse – Anfängerkurse gibt’s im ganzen Kreis
Sie schwärmen für die Bienenhaltung

Werther (WB). Das Interesse am Insektenschutz ist derzeit groß – sehr zur Freude des Kreisimkervereins. Immer mehr Menschen entdecken das Imkern als nützliches, naturnahes Hobby , doch dabei muss auch einiges beachtet werden.

Freitag, 21.02.2020, 06:00 Uhr
Anita Zander und ihr Sohn, Lehrer Matthias Wach, Clara Franke, Referentin Dr. Pia Aumeier, Diedrich Steen (Kreisimkerverein), Dilan-Laura Harasimik, Referent Dr. Gerhard Liebig, Kirsi Schäfer und Lukas Middendorf (von links) zeigen die Grundlagen des Imkerns. Foto: Sara Mattana
Anita Zander und ihr Sohn, Lehrer Matthias Wach, Clara Franke, Referentin Dr. Pia Aumeier, Diedrich Steen (Kreisimkerverein), Dilan-Laura Harasimik, Referent Dr. Gerhard Liebig, Kirsi Schäfer und Lukas Middendorf (von links) zeigen die Grundlagen des Imkerns. Foto: Sara Mattana

Deshalb führte der Kreisimkerverein nun unter der Leitung von Dr. Pia Aumeier, Referentin des Landesverbands Westfälischer und Lippischer Imker, einen großen Schnuppertag an der PAB-Gesamtschule durch – schließlich sind die Bienen auch dort ein wichtiges Thema. Seit vielen Jahren bietet die Schule die Bienen-AG an, wobei die Schüler die Arbeit rund um die Insekten das ganze Jahr über begleiten. „Ich finde es toll, mehr über Bienen zu lernen, denn sie sind sehr wichtig für das Ökosystem“, sagte Schülerin Clara Franke.

Etwa 70 Interessierte sind gekommen – die meisten haben noch keine Bienen

Und dass sie längst nicht die einzige ist, die sich für dieses Thema interessiert, zeigte die große Resonanz beim Schnuppertag: Etwa 70 Besucher versammelten sich in der Aula. „Es sind überwiegend Leute dabei, die noch gar keine Bienen haben“, sagte Pia Aumeier, die deshalb erst einmal mit den Grundlagen begann – denn schon bei der Standortwahl und Ausrichtung des Bienenstocks gibt es einiges zu beachten.

Los geht’s für die Imker, sobald die Salweide blüht, die den Bienen früh im Jahr Nektar und Pollen liefert. „Später in der Schwarmzeit leben in einem Volk etwa 40.000 Bienen. Man muss dann Ableger, also kleine Jungvölker, bilden und so verhindern, dass ein Teil von ihnen später abschwärmt. Denn ohne den Imker könnten Honigbienen nicht überleben“, sagte Pia Aumeier. Grund dafür ist die Varroa-Milbe, die im Herbst wilde Völker zerstören würde – der Imker muss also auch hier eingreifen.

„Mit einem Bienenvolk übernimmt man Verantwortung“, betonte Friedhelm Quest vom Imkerverein Borgholzhausen/Werther, der sich darüber freut, dass viele Teilnehmer auch an Wildbienen und anderen Insekten Inter­esse zeigen.

Denn auch die Wildbienen können Unterstützung gebrauchen: „Etwas mehr Unordnung im Garten hilft den Insekten meist mehr als Nistkästen, da diese oft nicht auf ihre speziellen Bedürfnisse ausgerichtet sind. Stattdessen kann man Wildblumen, Brennnesseln oder Hecken wachsen lassen“, rät Pia Aumeier. Nach dem Schnupperkurs folgen an der PAB-Gesamtschule nun sieben weitere Anfänger-Kurstage, an denen die Teilnehmer das Bienen-Jahr praktisch begleiten und kennenlernen können. Mehr dazu finden Interessierte im Internet unter www.kreisimkerverein-gt.de.

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