Verband sagt Fortbildungen, Besprechungen und andere Veranstaltungen im Kreis Gütersloh daher ab
Feuerwehr konzentriert sich auf Einsatzbereitschaft

Gütersloh/Halle (WB). Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren im Kreis Gütersloh weiterhin aufrecht zu erhalten, hat der Kreisfeuerwehrverband eine Reihe von Maßnahmen beschlossen.

Samstag, 14.03.2020, 18:59 Uhr
Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann
Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann

Für die Feuerwehren im Kreis Gütersloh gelten ab sofort umfangreiche Regelungen, die sich durch die Ausbreitung des Coronavirus ergeben haben. Diese wurden am Freitag, 13. März, auf Empfehlung des Kreisbrandmeisters Dietmar Holtkemper, in Abstimmung mit dem Krisenstab des Kreises und nach intensiven Beratungen mit den Leitern der Feuerwehren getroffen. Sie gelten kreisweit bis zum Freitag, 8. Mai.

„Die Einsatzfähigkeit aller Feuerwehren im Kreis Gütersloh bildet einen wesentlichen Baustein für die Sicherheit und den Schutz aller Bürgerinnen und Bürger“, erklärt der Kreisbrandmeister. „Aus diesem Grund wurden umfangreiche Maßnahmen in Kraft gesetzt, die verhindern sollen, dass es aufgrund der derzeit prognostizierten Ausbreitung des Coronavirus zu Einschränkungen im Bereich der öffentlichen Gefahrenabwehr kommt und die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin auf die Hilfe durch die Feuerwehr vertrauen können.“

Es handelt sich dabei in erster Linie um die Absage von Veranstaltungen, Aus- und Fortbildungen sowie Dienstbesprechungen. Dies gilt sowohl für die Feuerwehren, die kreiseigenen Feuerwehr-Fachbereiche (ABC- und IuK-Einheit), die Kinder- und Jugendfeuerwehren als auch für die Musikeinheiten und die Kameradschaftstreffen der Ehrenabteilungen.

Sicherheits- und Hilfeleistungs-Netzwerk schützen

„Ich betone ausdrücklich, dass es sich in erster Linie um Vorsichtsmaßnahmen handelt, die das Sicherheits- und Hilfeleistungsnetzwerk schützen sollen!“, so Dietmar Holtkemper. Letztlich wolle man dadurch erreichen, mögliche Infektionsketten innerhalb der dezentralen Feuerwehrstrukturen zu unterbinden und eine Verbreitung auf die Gesamtorganisation der Feuerwehren im Kreis Gütersloh verhindern.

Dies bedeutet, dass der Schulbetrieb der Kreisfeuerwehrschule Gütersloh in St. Vit und der Betrieb der Atemschutzübungsstrecke eingestellt werden. Außerdem finden keine Übungs- oder Ausbildungsdienste in den Feuerwehren statt. Die Feuerwehr-Grundausbildungen werden abgesagt beziehungsweise bis auf weiteres ausgesetzt. Der Leistungsnachweis im April wird ebenso abgesagt und gegebenenfalls auf den Herbst verschoben. Aktuelles zu Ausbildung und Lehrgängen am Institut der Feuerwehr IdF Nordrhein-Westfalen teilt das Institut unter www.idf.nrw.de/corona/ mit.

Trainings und Zeltlager verschoben

Ersatzlos abgesagt werden außerdem: die Fahrsicherheitstrainings des Kreisfeuerwehrverbandes bei der Verkehrswacht Kreis Gütersloh, das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Werther, der Ausflug der Jugendfeuerwehren nach Lettland, der Kreisfeuerwehrverbandstag in Versmold, die Sitzung des Verbandsausschusses Ende März, die Frühjahrszusammenkunft und der April-Ausflug der ehemaligen Führungskräfte. Zudem wird auf Dienstbesprechungen und Arbeitstreffen der Feuerwehren verzichtet, sollten diese nicht zwingend notwendig sein.

Die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen wird ausgesetzt. In sämtlichen Gerätehäusern und Räumlichkeiten der kritischen Infrastruktur (Krankenhauspersonal, Arztpraxen, Feuerwehren, Polizei, Rettungsdienst, Leitstelle etc.) ist der Zutritt von Nichtangehörigen der Feuerwehren / Besuchern zu untersagen. Außerdienstliche Zusammenkünfte von Mitgliedern der kritischen Infrastrukturen sind so weit wie eben möglich zu vermeiden. „Die Einsatzbereitschaft aller Einheiten ist natürlich zu jeder Zeit sicherzustellen“, betont Holtkemper.

Sollte sich die Gesamtlage gravierend ändern, wird über weitere Maßnahmen oder den Fortbestand nach oben genannter Frist zu gegebener Zeit erneut beraten.

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