Mann hat Feuer direkt vor der Wache gelegt – Hubschrauber im Einsatz
35-Jähriger randaliert in Versmold und zündet Streifenwagen an

Versmold (dpa/WB). Ein 35-jähriger Mann soll in Versmold im Kreis Gütersloh erst am Zob randaliert und anschließend vor einer Polizeiwache einen Streifenwagen angezündet haben. Der Wagen sei dabei erheblich beschädigt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Dienstag, 07.07.2020, 17:12 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 10:06 Uhr
Symbolbild. Foto: Jörn Fries
Symbolbild. Foto: Jörn Fries

Beamte der Polizeiwache Versmold wurden eigenen Angaben zufolge am Dienstag um 13.55 Uhr auf laute Schreie aus dem Bereich des Omnibusbahnhofs am Brüggenkamp aufmerksam. Sie trafen vor Ort einen 35-jährigen Mann an. Dieser beschimpfte und beleidigte Passanten und wirkte zudem äußerst aufgebracht. Auf die Polizisten reagierte er ebenfalls sehr ungehalten. Er beschimpfte sie ohne Unterlass.

Mann verletzt Polizisten

Um weitere Straftaten zu verhindern, sollte der Mann in Gewahrsam genommen werden. Gegen diese Maßnahme wehrte er sich vehement. Er trat und schlug um sich. Dabei verletzte er drei eingesetzte Polizeibeamte. Er riss sich los und rannte davon. In Sichtweite kletterte er auf einen geparkten Pkw. Als er von diesem runterspringen wollte, verletzte er sich an einem angrenzenden Zaun.

Eine Fahndung nach dem Mann verlief zunächst negativ. Gegen 14.50 Uhr erschien der in Versmold wohnende Mann vor der Polizeiwache an der Bachstraße. Er warf einen brennenden Gegenstand auf einen vor der Wache stehenden Streifenwagen und rannte davon. Der Streifenwagen wurde stark beschädigt, brannte aber nicht aus. Es entstand ein Sachschaden von schätzungsweise 10.000 Euro. Nachdem sich der Tatverdächtige mehrfach vor den starken Polizeikräften versteckt hatte, konnte er gegen 16.45 Uhr vorläufig festgenommen werden. Zur Suche wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Gegen den 35-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Aufgrund der Verletzungen durch den Sprung von dem Auto wurde er im Anschluss an den Einsatz in ein Krankenhaus eingewiesen.

 

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