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Fr., 04.11.2016

Werther kauft zunächst 20 Freifunk-Router auch für private Interessenten Bald Gratis-WLAN in der Innenstadt

Kostenloses und freies WLAN ist in Deutschland noch selten. Werther will in der Innenstadt jetzt mit Hilfe der Freifunk-initiative dafür sorgen, dass man ungehindert im Internet surfen kann.

Kostenloses und freies WLAN ist in Deutschland noch selten. Werther will in der Innenstadt jetzt mit Hilfe der Freifunk-initiative dafür sorgen, dass man ungehindert im Internet surfen kann. Foto: dpa

Werther (WB/pes). Die Stadt Werther will ihren Einwohnern und Besuchern ein digitales Weihnachtsgeschenk machen. Noch vor dem Jahresende soll begonnen werden, in der Innenstadt flächendeckend WLAN anzubieten. Der Haupt- und Finanzausschuss hat jetzt einstimmig beschlossen, dafür Router der Freifunk-Initiative anzukaufen.

Die Stadt will selbst in allen eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen und die Router aufstellen. Die kosten entweder 25 Euro für etwa 15 Nutzer oder 80 für etwa 50 Nutzer. 20 Router insgesamt sollen angeschafft werden für Rathaus, Haus Werther, die Grundschule oder das Freibad beispielsweise. Die Router, die die Stadt nicht selbst benötigt, sollen kostenlos an Geschäftsleute und Privatpersonen in der Innenstadt abgegeben werden, die sich bereit erklären, ebenfalls ihr Scherflein zum flächendeckenden WLAN beizutragen.

Bürgermeisterin Marion Weike und ihr Stellvertreter Guido Neugebauer wollen da in nächster Zeit noch Aufklärungsarbeit leisten. Denn Freifunk befreit die Menschen, die deren Router aufstellen, von etwaigen Haftungsansprüchen, falls ein Nutzer illegale Geschäfte abwickelt. Freifunk ist als Provider anerkannt, da greift dann das Providerprivileg.

Die Freifunk-Router, die bereits programmiert sind und einfach hinter den vorhandenen DSL- und WLAN-Router geschaltet werden, können auch so eingestellt werden, dass nur ein bestimmter Datenumfang für das freie WLAN-Netz freigegeben wird. So bleibt für den eigenen Bedarf das übrig, was man benötigt.

»In Deutschland hinken wir bei diesen Dingen noch weit hinterher«, beklagte im Ausschuss auch Wirtschaftsförderer Albrecht Pförtner, der vorher den Strukturbericht des Kreises vorgestellt hatte. Estland und Litauen beispielsweise seien da viel weiter. Er erzählte von einer Reise nach Kenia, wo es inzwischen schon in jedem Bus freies WLAN gebe.

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