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Mo., 28.11.2016

»Werthers Echte« feiern mit 250 Zuhörern und Gastchor den fünften Geburtstag »Höchste Töne aus tiefster Provinz«

Solistin Franziska Markus begeistert die etwa 250 Gäste in der PAB-Gesamtschule mit Stücken wie »Chasing Cars«. Mitreißend und vielseitig wie die Stimmen der Sänger war das gesamte Programm.

Solistin Franziska Markus begeistert die etwa 250 Gäste in der PAB-Gesamtschule mit Stücken wie »Chasing Cars«. Mitreißend und vielseitig wie die Stimmen der Sänger war das gesamte Programm. Foto: Sara Mattana

Werther(mat). Nur der dumpfe Klang einer Trommel ist es, der den Blick von 250 Zuschauern zur Bühne wandern lässt. Schon zu diesem Zeitpunkt ist klar: Von diesem Abend ist viel zu erwarten – schließlich kennen sie den Chor »Werthers Echte« und sind gekommen, um seinen fünften Geburtstag zu feiern.

Und so war die Aula der PAB-Gesamtschule gefüllt mit begeistert applaudierenden Gästen, während immer wieder Smartphones gezückt wurden, um den Moment im Video festzuhalten. Denn schließlich wollte sich jeder daran erinnern, wie es der 30-köpfige Chor schaffte, aus einer gewöhnlichen Schulaula eine eigene kleine Welt zu erschaffen, in der es nichts als Musik gab.

Eine Welle der Emotionen schwappte durch den Saal und riss nach nur wenigen Minuten einen Zuschauer nach dem anderen mit sich. Summen, Klatschen und begeistertes Raunen füllte den Raum, als »Werthers Echte« Stücke wie »In Pharaiso« anstimmte und damit zeigte, wie viele Bilder die Stimme malen kann.

Doch zuerst einmal stellten sich die Akteure vor. Denn obwohl er unter der Leitung von Bettina Landmeier längst zu einer musikalischen Institution geworden ist, erklärte der Chor in seinem selbst geschriebenen Eröffnungsstück, worauf man sich bei einer musikalischen Reise mit den Wertheraner Musikern einstellen muss. »Höchste Töne aus tiefster Provinz« war dabei nicht nur eine Zeile aus ihrem Song, sondern auch eine kurze und treffende Beschreibung des Abends.

»Eine kleine Nachtforelle«

In zwei Blöcken räumten die Sänger mit sämtlichen Vorurteilen über Chöre auf. So machte ein Medley aus Schuberts »Forelle« blitzschnell »Eine kleine Nachtforelle«, und nur die wandelbaren Stimmen der Sänger ließen in kürzester Zeit Mozart mit Bach und von Weber verschmelzen. Glanzpunkte bildeten die Solisten Franziska Markus, Heinrich Deppenwiese, Bettina Landmeier, Claudia Schmidt und Christiane Biemer, die ihren Auftritt souverän meisterten, während Stefan Gwiasda das Publikum mit seiner Beatbox-Einlage begeisterte. Große Werke der Klassik wechselten sich mit einem barocken Kanon und deutschem Pop ab, bevor auch der zweite Chor des Abends seinen stimmgewaltigen Auftritt auf die Bühne brachte.

Ebenso wie seine Gastgeber in rot-schwarz gekleidet zog der Bielefelder Studentenchor »Pinduc« die Aufmerksamkeit auf sich. Nicht zu verwechseln mit dem Uni-Chor blieben auch die jungen Sänger dem Anspruch des Abends treu und präsentierten ein vielfältiges Programm. Von der Titelmusik der Fernsehserie »Game of Thrones« ging es über »Hold back the river« bis hin zu einem rasanten Medley aus 90er-Jahre-Songs.

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