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Di., 23.05.2017

Neue App begleitet Führungen im Böckstiegelhaus in Werther Mit dem Handy durchs Museum

Mit der neuen Museumsapp können seit diesem Wochenende alle Besucher das Böckstiegel-Haus erkunden.

Mit der neuen Museumsapp können seit diesem Wochenende alle Besucher das Böckstiegel-Haus erkunden. Foto: Wiebke Kade

Von Wiebke Kade

Werther (WB). Warum kam Peter August Böckstiegel eigentlich im Sommer immer zu spät zur Schule? Dieser Frage können sich von nun an Museumsbesucher stellen, die das Böckstiegel-Haus mit einer App erkunden.

Beim Internationalen Museumstag am Sonntag unter dem Motto »Spurensuche. Mut zur Verantwortung« war sie erstmals für alle Besucher frei zugänglich.

Zehn Jugendliche von drei weiterführenden Schulen aus Halle und Werther haben sich ein halbes Jahr lang intensiv mit dem Künstler Peter August Böckstiegel auseinandergesetzt. Während der wöchentlichen Treffen haben sich die Schülerinnen und Schüler vor allem mit den Gestaltungstechniken des Malers beschäftigt und probierten diese auch selbst aus. Eine Auswahl der entstandenen Arbeiten aus Ton, Acryl und Kohle wurde nun im Rahmen des Internationalen Museumstages präsentiert.

Ein weiteres Projekt der Gruppe war die Gestaltung einer Museums-App. Diese kam schon bei Führungen, die die Jugendlichen für andere Schüler gestaltet haben, zum Einsatz. »Grundschüler konnten damit sehr gut umgehen«, betonte die Schülerin und Mitgestalterin Lea Schacht. Die App informiere nicht nur über den Werdegang und die Werke des Künstlers, sondern beinhalte auch ein Quiz und Ratespiele sowie kreative Aufgaben.

Eine digitale Führung dauert in etwa 90 Minuten

Die Texte für die App haben die Jugendlichen selbst verfasst. »Sie konnten selbst entscheiden, was sie interessiert«, beschrieb die Projektleiterin Regine Höweler. Seit diesem Wochenende können alle Besucher, die ein Smartphone nutzen, die App ausprobieren. Eine digitale Führung dauert in etwa 90 Minuten.

Neben dieser Ausstellung erlebten die Besucher weitere thematische Führungen, die einen anderen Blick auf die Arbeiten Böckstiegels werfen. Die Frage »Woran erkennt man eigentlich, dass wir es mit der Rückseite eines Bildes zu tun haben?« wurde anhand ausgestellter Werke beantwortet. Dabei wurde deutlich, dass der Künstler oftmals die Vorder- und Rückseite einer Leinwand verwendete.

So befindet sich auf der einen Leinwandseite ein unvollständiges Bild einer Kuhhälfte ohne Kopf und Hals, auf der Vorderseite hingegen ein Porträt eines Mädchens aus der Nachbarschaft Böckstiegels. Eine große aufgemalte Zahl rechts neben dem Kuhkörper verrät zudem, dass diese Seite nicht der Öffentlichkeit präsentiert werden sollte. Sie diente nämlich der Nummerierung der einzelnen Werke.

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