Sa., 15.09.2018

Nachbarn wehren sich gegen neuen Schweinestall am Hof Venghaus in Werther Urteil wird in Kürze erwartet

Darf Bauer Venghaus einen zweiten großen Schweinestall bauen? Das Urteil in Münster soll Klarheit bringen.

Darf Bauer Venghaus einen zweiten großen Schweinestall bauen? Das Urteil in Münster soll Klarheit bringen. Foto: dpa

Werther (WB/bec). Im langen juristischen Streit um einen weiteren Schweinestall für 1250 Tiere auf dem Hof Venghaus in Werther zeichnet sich ab, dass das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in der kommenden Woche ein Urteil fällen und auch verkünden wird. Die mündliche Verhandlung ist für Freitag, 21. September, angesetzt.

Beide Seiten haben dort noch einmal die Möglichkeit, ihre Sichtweisen zu erläutern. Da ist zum einen der Kläger Hartmut Figge, der die ehemalige denkmalgeschützte Knochenleimfabrik in unmittelbarer Nähe des Bauernhofes zu Wohnungen umgebaut hat. Er ist überzeugt, dass die Geruchsbelästigung die Wohnlage stark beeinträchtigen würde und fürchtet finanzielle Einbußen. Deshalb war er schnell juristisch aktiv geworden, nachdem der Kreis Gütersloh der Bauanfrage von Familie Venghaus im Sommer 2014 grünes Licht gegeben hatte. Die Erweiterungspläne liegen seitdem auf Eis.

Den Nachbarn stinkt’s

Figge strengte eine Klage gegen den Kreis Gütersloh als zuständige Genehmigungsbehörde beim Verwaltungsgericht Minden an. Das kam im März 2017 zu dem Schluss, dass die zu erwartende Geruchsbelästigung laut Gutachten in der Tat über den gesetzlich erlaubten Werten liegen würde. Ein Etappensieg für den Kläger.

Aber der Kreis Gütersloh zog vor das Oberverwaltungsgericht. Er sieht nach wie vor Ermessensspielräume, die hätten berücksichtigt werden müssen – und wünscht sich generell Klarheit, wie er künftig zu entscheiden hat, wenn Landwirte ihre Expansionspläne in der Gütersloher Bauverwaltung zur Genehmigung einreichen.

Dort wie auch bei Familie Venghaus zeigte man sich nach einer Ortsbesichtigung mit dem Münsteraner Richter optimistisch, dass das OVG-Urteil anders als in Minden ausfällt. Eine außergerichtliche Einigung, die der OVG-Vertreter angeregt hatte, kam nicht zustande. Deshalb muss er nun eine Entscheidung treffen.

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