Sa., 10.11.2018

Aktionstag an der PAB-Gesamtschule in Werther mit 23 verschiedenen Workshops 1000 Kraniche für den Frieden

Samuel, Marlene, Vita und Steffen (von links) haben 1000 bunte Kraniche als Symbol für den Frieden gefaltet. In der Caféteria werden sie als Deko künftig an den Friedenstag und seine besondere Botschaft erinnern.

Samuel, Marlene, Vita und Steffen (von links) haben 1000 bunte Kraniche als Symbol für den Frieden gefaltet. In der Caféteria werden sie als Deko künftig an den Friedenstag und seine besondere Botschaft erinnern. Foto: Sara Mattana

Von Sara Mattana

Werther (WB). Alle zwei Jahre lösen sich die Klassenverbände an der PAB-Gesamtschule für einen Tag auf. Denn beim Friedenstag sollen sich die Kinder mit einem Thema beschäftigen, das sie auch wirklich interessiert.

So begannen die Lehrer schon vor einem Jahr mit der Planung der insgesamt 23 Workshops, die am Freitag nun im gesamten Schulgebäude verteilt stattfanden. Denn während es für die Fünftklässler noch eigene Angebote gab, teilten sich die etwa 600 Schüler der sechsten bis zehnten Klassen ihren Neigungen entsprechend ein.

Viele Facetten

»Der Umgang mit Antisemitismus und dem Nationalsozialismus wird in vielen Workshops thematisiert«, sagt Lehrer Dr. Günal Incesu, der den Friedenstag gemeinsam mit seinen Kollegen Diana Wiechers, Annett Veit und Almuth Müller-Röhr sowie dem Arbeitskreis »Spuren jüdischen Lebens in Werther« organisiert hat. Im Rahmen der Auszeichnung »Schule ohne Rassismus« wurden historische Themen dabei ebenso aufgegriffen wie Toleranz und Akzeptanz im Alltag. Und dabei durften die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Eine Gruppe spielte beispielsweise in einem kurzen Theaterstück das Weihnachtsfest im Jahr 1914 nach. Dies wurde zum Abschluss des Projekttages dann in der Aula aufgeführt, bevor alle Schüler gemeinsam zu Michael Jacksons »Heal the World« tanzten. Bevor so jedoch alle Kinder gemeinsam den Tag Revue passieren ließen, setzte sich jede Gruppe mit verschiedenen Aspekten auseinander. Als Symbol für den Frieden falteten die Sechstklässler Samuel, Marlene, Vita und Steffen beispielsweise 1000 Kraniche aus buntem Papier, die nun als Symbol des Friedens die Cafeteria der Schule schmücken.

Zeitzeuge berichtet

Kreativ ging es auch im Kunstraum der Gesamtschule zu. Dort entstand bereits vor zwei Jahren ein kunterbuntes Friedens-Banner, das die Schüler nun mit neuen Motiven ergänzten. »Zwei Gruppen sind auch außerhalb der Schule unterwegs. Ein Workshop macht eine Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager in Bergen-Belsen und andere Schüler wandern durch Werther«, sagt Günal Incesu.

Damit aber auch nach dem Projekttag noch etwas von der Botschaft der Aktion erhalten bleibt, haben einige Schüler die Toilettenräume im Schulgebäude mit Friedenssymbolen wie Tauben oder Regenbögen verziert. Viele ältere Schüler nutzten die Gelegenheit lieber, um mehr über das Leben während des NS-Regimes zu erfahren. Auf Einladung des Arbeitskreises »Spuren jüdischen Lebens in Werther« berichtete Zeitzeuge Rolf Schwarze von seiner Vergangenheit.

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