Die meisten Interessenten wollen aber nur notfalls an der Straße wohnen
Baugebiet in Häger ist stark nachgefragt

Werther-Häger (WB). Elf Bauplätze, 13 Bewerber – auch wenn sich auf den ersten Blick ein Überhang ergibt, sind noch nicht alle Grundstücke in der neuen Siedlung neben dem Gasthof Weinhorst in Häger vergeben.

Freitag, 08.03.2019, 03:00 Uhr
Das neue Baugebiet in Häger soll hinter der Betonblume am Gasthof Weinhorst entstehen Foto: Schillig
Das neue Baugebiet in Häger soll hinter der Betonblume am Gasthof Weinhorst entstehen Foto: Schillig

Der Grund: Die ruhigeren Parzellen im rückwärtigen Bereich sind begehrter als die vorn an der Engerstraße. Das wurde nach der Auswertung der »Lieblingsorte« im Bauamt schnell klar. Jeder Bauherr in spe konnte drei Wünsche angeben. Wie bei anderen Verfahren in der Vergangenheit auch, werden die Bewerbungsbögen, die bis Mitte Februar bei der Stadt Werther eingereicht sein mussten, nach verschiedenen Kriterien bewertet. Anzahl der Kinder, bisherige Wohnungsgröße, Zahl der Personen im Haushalt: Der Katalog ist vielfältig. Es gilt für die Bewerber, möglichst viele Punkte zu sammeln, um am Ende den Zuschlag zu bekommen – idealerweise für das Grundstück erster Wahl. Voraussichtlich Mitte des Monats wird das Bauamt die Interessenten über den Ausgang informieren.

»Es zeichnet sich ab, dass entlang der Engerstraße zunächst noch einige Lücken bleiben werden«, berichtet Heiko Hellweg, Mitarbeiter im Bauamt. Das Interesse für das Neubaugebiet komme in erster Linie von Wertheranern. Auch einige, die bereits in Häger leben oder hier enge Verbindungen haben, machen sich Hoffnungen auf den Zuschlag. »Nur vereinzelt gab es Anfragen aus Borgholzhausen und Bielefeld.« Alle Bewerber sind bereit, für die Grundstücke pro Quadratmeter zwischen 105 und 150 Euro zu zahlen.

Im Preis inbegriffen ist die Erschließung, für die die Ausschreibungsunterlagen gerade vorbereitet werden und die in Kürze rausgehen sollen. Dann reiht sich die Stadt Werther ein in die Reihe der auf Antwort Wartenden. Denn bekanntlich ist die Lage im Tiefbau für Auftraggeber schwierig.

Die Stadt hofft, Angebote zu akzeptablen Preisen zu erhalten. Entsprechend schwierig ist die Prognose, wann die Erschließungsarbeiten beginnen können. Sie sollten nach den bisherigen Planungen im Herbst abgeschlossen sein. Ob die künftigen Grundstückeigentümer aber tatsächlich noch in diesem Jahr den ersten Spatenstich für ihr Eigenheim vornehmen können, bleibt abzuwarten.

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