Diesel- und Benzintanks für neue Tankstelle in Werther in die Erde gebracht
16-Tonnen-Kolosse am Haken

Werther (WB). Ein echter Kraftprotz fährt am Donnerstag am Eingang zum neuen Gewerbegebiet »Rodderheide« vor. Es handelt sich um einen mobilen 200-Tonnen-Kran, der zwei 80.000 Liter fassende Stahl-Tanks in eine zuvor ausgehobene Grube heben soll.

Freitag, 14.06.2019, 07:13 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 07:20 Uhr
Der 16 Tonnen schwere Tank für Diesel und Benzin wurde am Donnerstag im Boden versenkt. Foto: Malte Krammenschneider
Der 16 Tonnen schwere Tank für Diesel und Benzin wurde am Donnerstag im Boden versenkt. Foto: Malte Krammenschneider

Auch für Bauleiter Alex Subarev von der Firma »Bauteq« ein besonderer Moment, denn sind die Tanks erst einmal im Boden, kann die darüber geplante Tankstelle langsam aber sicher Gestalt annehmen.

Um an ihren Bestimmungsort in Werther zu gelangen, mussten die Tanks jedoch zunächst einen weiten Weg zurücklegen. Gebaut wurden die 3 Meter hohen und 13 Meter langen zylinderförmigen Ungetüme nämlich im Südtiroler Pustertal durch die Firma Kammerer, welche mit ihren Produkten bereits am Dienstag losgefahren war, um am Donnerstag pünktlich in der Böckstiegelstadt zu erscheinen.

Vor dem Absenken noch einmal auf Schäden überprüft

»Bis jetzt ist alles nach Plan gelaufen«, sagt Alex Subarev vom Hannoveraner Generalunternehmer »Bauteq«, der sich auf den Bau von Tankstellen spezialisiert hat und auch Waschstraßen und Industriehallen fertigt. Laut dem Bauleiter sei mit dem Baugrund »alles in Ordnung« und die Platzierung des Krans wurde genau geplant, sodass man nun problemlos mit der Tank-Platzierung beginnen könne.

Wenige Momente später erhebt sich auch schon der erste der 16-Tonnen schweren Tanks aus seiner Verankerung auf dem LKW, doch bevor er in die Grube gehoben werden kann, bedarf es zunächst einer finalen Überprüfung der Dichtigkeit. »Mit einem ISO-Testgerät überprüfen wir jetzt noch, ob die doppelwandigen Tanks womöglich beim Transport beschädigt wurden«, erklärt Alex Subarev, die zwingend erforderlich Sicherheitsmaßnahme, die ein Austreten der Kraftstoffe in den Boden ausschließt.

Über die Grube kommt zuletzt eine Betonschicht

Nach dem erfolgreichen Test schwingt der Tank vorsichtig in Richtung der Grube, wo er mit Hilfe der Bauarbeiter punktgenau »versenkt« wird. »Die Grube mit den Tanks wird dann noch mit Sand verdichtet, bevor mit Bewehrungsmatten eine Betonschicht aufgetragen wird«, sagt Alex Subarev, der sich mit dem Verlauf der Aktion zufrieden zeigt. Ein dritter Tank für den Kraftstoff »AdBlue« wird übrigens am heutigen Freitag ins Erdreich gebracht, was zugleich den Startschuss zum Bau der eigentlichen HEM-Tankstelle bildet.

Diese soll, wenn es nach dem Bauherren, der Deutschen Tamoil, geht, dann in etwa zwölf Wochen fertiggestellt werden. »Wenn alles nach Plan läuft, kann Ende August/Anfang September zum ersten mal getankt werden«, erklärt Alex Subarev.

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