Do., 27.06.2019

Baustellen-Ärger in Theenhausen: Autofahrer legt sich mit Polizei an Eskalation am Rande des Pressetermins

Dieser Autofahrer regt sich mächtig auf, als er nach Fahrt durch die Baustelle von Polizist Martin Rondorf gestoppt wird.

Dieser Autofahrer regt sich mächtig auf, als er nach Fahrt durch die Baustelle von Polizist Martin Rondorf gestoppt wird. Foto: Küppers

Von Stefan Küppers

Werther-Theenhausen (WB). Eigentlich sollte es ein normaler Pressetermin an der Baustelle Ortsdurchfahrt werden. Doch dass in Theenhausen derzeit wenig normal läuft und bei manchen Zeitgenossen schnell die Nerven blank liegen, hat sich just während des Pressegesprächs gezeigt, als ein Falschfahrer sich so anhaltend mit der Polizei anlegte, dass sogar Verstärkung anrücken musste.

Die im Grunde peinliche Szene verdeutlichte dem verantwortlichen Dezernenten beim Kreis Gütersloh, Frank Scheffer, dass die Baustelle und die daraus resultierenden Sperrungen und weiträumigen Umleitungen für jede Menge Druck auf dem Kessel in Theenhausen sorgen. Deshalb sollen ab kommender Woche auch Schranken aufgestellt werden, notfalls mit Kameras ausgerüstet . Eine Schranke kommt an die Aufmündung Langenheider Straße, die andere an der Zufahrt zur Voßheide (bei Noack). Scheffers Hauptbotschaft: Die örtlichen Verhältnisse in Theenhausen sind wie sie sind und es gibt keine echte Alternative zur Baustelle, den Sicherheitsmaßnahmen und dem Ablaufplan, der eine Fertigstellung bis Herbst 2020 vorsieht. Autofahrer und Anlieger sollten bitte Verständnis und Geduld zeigen – und nicht versuchen, die Sperrung zu umfahren. Das ist schon einmal gründlich daneben gegangen.

Bitten um Verständnis für die Sperrung an der Baustelle: (von links) Marion Weike, Henrik Egeler (Leiter Tiefbau), Dezernent Frank Scheffer und Bernhard Riepe (Straßenverkehrsamt).

Wenigstens die Schulbusse sollen durch

Ähnlich äußerte sich auch Bürgermeisterin Marion Weike. Wichtig sei, dass nach langen Jahren des Wartens die Erneuerung der Ortsdurchfahrt und der Radwege realisiert werde. Dass die Kanäle dabei erneuert würden, sei zwangsläufig. Dem Kreis Gütersloh als Straßenbaulastträger attestierte Weike, dass er alles getan habe, um die Umleitungsprobleme bestmöglich zu lösen. »Doch eine Toplösung bekommen wir leider nicht hin«, sagte Weike. Der Stadt sei es wichtig gewesen, dass wenigstens der Busverkehr rollen kann und die mehr 60 Schulkinder aus dem Ort keine großen Umwege auf sich nehmen müssen. Die Belastung auf der Voßheide wird nach aktuellen Messungen mit etwa 500 Durchfahrten in beiden Richtungen in 24 Stunden als letztlich hinnehmbar angesehen.

Dezernent Frank Scheffer und auch Henrik Egeler (Abteilungsleiter Straßenbau beim Kreis) betonten nochmals, dass eine nur halbseitige Straßensperrung allein aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei. Lediglich beim möglichen Ruhen der Baustelle im Winter werde man eine provisorische Durchfahrbarkeit sicherstellen.

Barrikadenbrecher muss 20 Euro Strafe zahlen

Für Betriebe wie Bäckerei Welter oder Gaststätte Wiete könne man leider nur wenig tun, waren die Behördenvertreter zu verstehen. Weil die Bäckerei keinen Verkaufswagen an der L785 (Höhe Outside) abbestellen dürfe, sei eine Alternative in der Ortsdurchfahrt Werther angeboten worden. Der uneinsichtige Barrikadenbrecher, ein Bielefelder im Seniorenalter, musste ein Verwarngeld von 20 Euro berappen. Als nach verbaler Eskalation zwei weitere Polizeibeamte anrücken mussten, entschuldigte sich der Mann dann für sein Verhalten. Vielleicht war ja die Hitze schuld....

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