Mi., 17.07.2019

Warum der neue Küster Jürgen Kordwittenborg für die Kirchengemeinde so wichtig ist Ohne ihn wären Pastoren verloren

Eines der Geschenke: Küster Jürgen Kordwittenborg erhält aus den Händen von Heinrich Heining (rechts) im Namen des Presbyteriums ein Bild von Dietrich Oberwahrenbrock.

Eines der Geschenke: Küster Jürgen Kordwittenborg erhält aus den Händen von Heinrich Heining (rechts) im Namen des Presbyteriums ein Bild von Dietrich Oberwahrenbrock. Foto: Loose

Von Eische Loose

Werther (WB). Schon ein halbes Jahr hat der Gütersloher Jürgen Kordwittenborg (59) Wertheraner Luft geschnuppert und die St.-Jacobi-Gemeinde kennen gelernt. Jetzt erteilte ihm Pastor Holger Hanke den Segen als offizieller Küster.

Zuspruch erhielt Jürgen Kordwittenborg im Gottesdienst von allen Seiten. Pastor und Fürsprecher erbaten für ihn gute Nerven und immer ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Gemeinde. Denn, so berichtete Hilde Moritz vom Seniorenclub: »Ein Pastor ist ohne einen Küster ein verlorener Mann.« Ein rechter Küster fühle sich nämlich der Gemeinde gegenüber verantwortlich, als sei er ein studierter Theologe.

Dabei sei für diesen abwechslungsreichen Beruf weder eine Bescheinigung noch eine Lehre notwendig, erklärte Heinrich Heining im Namen des Presbyteriums. Dennoch lebe der Beruf vom Umgang mit Menschen und großem Einfühlungsvermögen, meinte er. Dazu komme Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit. Man stelle sich vor, sonst würden die Glocken zu spät oder nicht läuten und ein Teil der Kollekte fehlte.

»Zum Glück lastet bei uns nun die Verantwortung auf zwei starken Schultern«, freute sich Pastor Holger Hanke. Denn Jürgen Kordwittenborg, der in Gütersloh in einem Einrichtungshaus tätig ist und auch in der Stadt wohnen bleiben will, teilt sich seine Stelle zur Hälfte mit Wolfgang Plath. Der wünschte dem Kollegen Glück. Und Jürgen Kordwittenborg konnte schon nach der Einführungszeit seit Januar von einem herzlichen Verhältnis sprechen.

Dabei war die Stelle für ihn so etwas wie »göttliche Führung«. Denn er hatte keinesfalls danach Ausschau gehalten. Plötzlich fiel ihm die Annonce auf und er bewarb sich nach einigem Überlegen. Jetzt kümmert er sich um die St.-Jacobi-Kirche, das Gemeindehaus und das Haus Tiefenstraße - und das nicht nur als Gärtner. Gerade die Ansprache an die Menschen fasziniert ihn besonders. Denn Taufe, Beerdigung und Hochzeit, die er mit vorbereitet, treffen ihn auch emotional.

Die gut gemeinten Wünsche bekräftigten daher rund 60 Gäste bei einem kleinen Mittagsimbiss im Evangelischen Gemeindehaus und nutzen gleich die Chance zum Gespräch mit dem frischen Gesicht der Gemeinde.

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