Mi., 14.08.2019

Neuer Wehrführer offiziell ernannt und für sechs Jahre bestellt Hollmann will viel bewegen

Von Stefan Küppers

Werther(WB). Mit zwölf Jahren ist er in die Wertheraner Jugendfeuerwehr eingetreten. Mit 41 Jahren ist Dr. Ing. Dirk Hollmann nun offiziell zum obersten Chef der Wertheraner Feuerwehr bestellt. Bürgermeisterin Marion Weike hat ihn nach gut einem Jahr kommissarischer Tätigkeit jetzt zum Stadtbrandinspektor befördert und zum Wehrführer ernannt.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde waren am Montagabend die Führungsspitzen der Wertheraner Feuerwehr und auch die Familienmitglieder von Dirk Hollmann in den Rathaussaal gekommen. Eigentlich ist der Nachfolger von Jochen Heidemann in seiner neuen Führungsfunktion schon mehr als ein Jahr äußerst aktiv und hat unter anderem bei der Strukturierung viele Akzente gesetzt. Doch Dirk Hollmann hatte in dem Jahr noch eine Reihe von anspruchsvollen Führungslehrgängen zu absolvieren, insgesamt vier in Münster, bevor er die gesetzlichen Voraussetzungen für die verantwortungsvolle Aufgabe alle erfüllt hatte.

Bürgermeisterin Weike lobt Geschick und Herzblut von Dirk Hollmann

Mit der offiziellen Ernennung zum Stadtbrandinspektor und zugleich zum Wehrführer war zugleich auch die Übernahme in ein Dienstverhältnis als Ehrenbeamter zunächst für die Dauer von sechs Jahren verbunden, wobei das Jahr als kommissarischer Leiter nicht mitzählt. Weiterhin wurden Dr. Dirk Hollmann und sein Stellvertreter Rainer Ermshaus, dem Löschzugführer in Werther, von der Bürgermeisterin offiziell auch zu Einsatzleitern ernannt. Hollmann war übrigens einstimmig von den Wertheraner Feuerwehrmitgliedern in seiner Funktion bestätigt worden, ebenso im Stadtrat.

Marion Weike sprach von einer Zäsur, lobte Geschick und Herzblut von Dirk Hollmann in seiner neuen Aufgabe und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass dieser wie sein Vorgänger Jochen Heidemann deutlich länger als die sechs Jahre die Führungsaufgabe wahrnehme. Zugleich sagte sie Ehefrau Alexandra Hollmann persönlich Danke, denn es sei keine Selbstverständlichkeit auf den Ehemann und den Vater der Kinder wegen der öffentlichen Aufgaben so oft verzichten zu müssen. Wobei Alexandra Hollmann auch dienstlich viel Verständnis hat. Schließlich hat sie in Gütersloh eine Feuerwehrausbildung durchlaufen und gehört jetzt dem Löschzug Werther an.

Löschzüge sollen künftig mehr miteinander üben

Dirk Hollmann skizzierte in seiner kurzen Dankesansprache die künftigen Herausforderungen, für die der neu erarbeitete Brandschutzbedarfsplan eine gute Arbeitsgrundlage biete. Demnächst gehe es noch intensiver an die sogenannte Alarm- und Ausrückeordnung, die insbesondere die einzelnen Löschzüge bei Einsätzen stärker als bisher zusammenrücken lassen soll. Es gehe darum, durch gemeinsame Dienste und durchmischte Übungen eine größere Verzahnung im Einsatz herzustellen und die Schlagkraft zu erhöhen. »Diese Durchmischung ist schwerer als wie bisher nebeneinander zu üben. Doch ohne die Mitwirkungsbereitschaft in den unterschiedlichen Löschzügen gäbe es hier keinen Erfolg und würde ich vor Mauern laufen«, betonte Hollmann den Gemeinschaftssinn in der Wertheraner Feuerwehr.

Mit derzeit aktiven 104 Mitgliedern ist die Feuerwehr in gesamt Werther gut aufgestellt. Es klemmt allerdings gelegentlich wegen vieler Pendler bei der Tagesverfügbarkeit. Wegen solcher Probleme und wegen des demografischen Faktors mit einem wachsenden Anteil älterer Feuerwehrleute will Hollmann mit der personellen Verzahnung die Feuerwehr stärker auf die Zukunft einstellen. »Wir wollen einfach gut vorbeugen«, sagt Hollmann.

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