Do., 12.09.2019

»Ökoprofit«: Zehn Betriebe erhalten in Werther Urkunden für ihre Umweltleistungen Wie sich Klimaschutz rechnen kann

Ihre Umweltleistungen zahlen sich mehrfach aus: Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen aus Bielefeld und dem Kreis Gütersloh, hier mit Werthers Bürgermeisterin Marion Weike (8. von links) und Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (daneben).

Ihre Umweltleistungen zahlen sich mehrfach aus: Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen aus Bielefeld und dem Kreis Gütersloh, hier mit Werthers Bürgermeisterin Marion Weike (8. von links) und Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (daneben). Foto: Volker Hagemann

Von Volker Hagemann

Werther (WB). Sie sparen Wasser, stellen auf LED-Beleuchtung um, entwickeln eigene Mehrwegverpackungen. Was so simpel klingt, zahlt sich für zehn weitere Unternehmen aus der Region in barer Münze aus – und bringt deutlich verbesserten Klimaschutz. Eine Reihe guter Ideen ist jetzt im Rahmen des Projektes »Ökoprofit« in Werther ausgezeichnet worden.

Wenn Unternehmen weniger Strom oder Wasser verbrauchen, Abfälle vermeiden oder umweltschädigende Emissionen verringern, freut sich die Umwelt. Umso besser, wenn all das auch noch Sparpotential ermöglicht. Genau das ist Sinn des Projektes »Ökoprofit«. Die 2001 gegründete Kooperation zwischen Wirtschaft, Kommunen und weiteren Partnern will ökologischen Nutzen mit ökonomischem Gewinn kombinieren.

Workshops zeigen Mitarbeitern Möglichkeiten der Ressourcen-Einsparung

Teilnehmen kann jeder Betrieb. Fachleute zeigen in Workshops mit den Mitarbeitern Möglichkeiten der Ressourcen-Einsparung auf. »Das reicht vom Lichtausschalten über Abfallvermeidung bis zur Installation einer Photovoltaikanlage«, beschreibt Elmar Stevens von der Firma B.A.U.M. Consult aus Hamm. Der Umweltökonom begleitete in den vergangenen zwölf Monaten die Umsetzung solcher Ideen in zehn weiteren Betrieben aus Bielefeld und dem Kreis Gütersloh.

Das Resultat: Alle zehn Firmen sparen mit ihren Umweltleistungen viel Geld, oft fünfstellige Summen im Jahr. Dafür gab’s Urkunden, die am Mittwoch in den Räumen der Firma Sandvik in Werther überreicht wurden. Der schwedische Stahlkonzern, der 1998 die Edelstahlrohr-Sparte von Poppe & Potthoff übernahm, beschäftigt an der Dammstraße 112 Mitarbeiter.

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Wir haben 160.000 neue Mitarbeiter eingestellt.

Sandvik-Geschäftsführer Christofer Hedvall über die Bienenvölker auf dem Werksgelände

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Sandvik gehört selbst zu den im »Ökoprofit«-Projekt ausgezeichneten Betrieben: Zuletzt stellte man die Beleuchtung auf LED um, Mitarbeiter nutzen Carsharing, und im kommenden Jahr soll ein mit Biomasse betriebener Sterlingmotor Wärme und Strom erzeugen, um Beispiele zu nennen. Jährlich werden nun 206 Tonnen CO 2 , dreieinhalb Tonnen Abfall und 30 Kubikmeter Wasser eingespart – macht 54.030 Euro mehr in der Kasse. »Und wir haben 160.000 neue Mitarbeiter eingestellt«, berichtet Geschäftsführer Christofer Hedvall augenzwinkernd: Bienenvölker auf dem Werksgelände, betreut von PAB-Gesamtschülern.

Aus Halle wurde außerdem die Firma Ralf Schwarzer Verkehrstechnik ausgezeichnet. Der Hersteller von Magnetschienenbremsen für Schienenfahrzeuge entwickelte unter anderem ein Transport-Mehrwegsystem, installierte eine Photovoltaikanlage und optimierte die Heizungsanlage. Jährliche Einsparung: 57 Tonnen CO 2 , 95.750 Kilowattstunden Strom und 95 Tonnen Abfall – macht jedes Jahr 110.400 Euro.

Den Unternehmen gratulierten jetzt auch Werthers Bürgermeisterin Marion Weike, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen und vom NRW-Umweltministerium Michael Hermanns.

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