Fr., 11.10.2019

Am Busbahnhof in Werther ist der Baufortschritt gut erkennbar Blitzableiter unterm Pflaster

Martin Mauermann zeigt einen Teil des schon verlegten Blitzschutz-Gitters unter dem künftigen Pflaster.

Martin Mauermann zeigt einen Teil des schon verlegten Blitzschutz-Gitters unter dem künftigen Pflaster. Foto: Volker Hagemann

Von Volker Hagemann

Werther (WB). Markante Säulen ragen aus der Erde, unter dem Pflaster wird ein Blitzableiter verlegt: An der ZOB-Baustelle geht es voran.

In vollem Gange sind in diesen Tagen unter anderem die Pflasterarbeiten. Und die haben es gewissermaßen in sich – oder besser: unter sich. Mitarbeiter der Paderborner Firma Mauermann verlegen gerade fast 500 Quadratmeter an Gittermatten. »Sie bestehen aus nichtrostendem V4A-Edelstahl und dienen als Blitzableiter«, erklärt Geschäftsführer Martin Mauermann. Mit den Säulen des künftigen Dachunterstands verbunden, leiten die Gittermatten bei Gewitter Energie ab, um die Wartenden auf dem Busbahnhof – und auch die Bausubstanz – zu schützen. »Potentialsteuerung« nennt sich das Ganze im Fachjargon.

»Ein Verfahren, das auch beispielsweise beim Sportplatzbau zum Einsatz kommt. Bei neuen Busbahnhöfen ist es seit etwa fünf Jahren Standard«, erklärt Martin Mauermann. »Das Pflaster selbst ist ja nicht isoliert.« Für die Wirksamkeit dürfen die 50 mal 50 Zentimeter großen »Felder« nicht tiefer als 20 Zentimeter unter dem Pflaster liegen.

Häuschen in der Mitte für WC-Anlage und weitere Technik

Gut zu erkennen ist auch schon der Rohbau in der Mitte des Busbahnhofs: Darin wird später die WC-Anlage installiert, die Wasserleitungen sind bereits angeschlossen. Auch für weitere Technik des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) ist in dem kleinen Häuschen Platz. Direkt daran anschließend entsteht die künftige Fahrrad­garage – die ebenfalls zur Ausstattung dieser hier entstehenden »Mobilitätsstation« gehört. Denn sie beinhaltet auch eine Ladestation für E-Bikes, Schließfächer und wird künftig per Handy-App zu öffnen sein.

Erst einmal aber setzen die Mitarbeiter der Tiefbaufirma Unverfehrt aus Bad Laer die Pflasterarbeiten fort. Und dazu gehören auch Details wie die Leitlinien und -punkte, die künftig Seh­behinderten die Orientierung erleichtern sollen. Die Neugestaltung des Busbahnhofs kostet 2,6 Millionen Euro.

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