Do., 16.01.2020

EGW-Schüler helfen Senioren in Werther beim Umgang mit Smartphone und PC Lotsen in der digitalen Welt

Rund 20 Schüler wollen Senioren beim Einstieg in die digitale Welt Hilfestellung geben. Vorne von links Mila, Susanne Spindler, Jochen Dammeyer, Claudia Seidel und Vivien.

Rund 20 Schüler wollen Senioren beim Einstieg in die digitale Welt Hilfestellung geben. Vorne von links Mila, Susanne Spindler, Jochen Dammeyer, Claudia Seidel und Vivien. Foto: Johannes Gerhards

Von Johannes Gerhards

Werther (WB). „Der Zugang zum Internet wird auch für Senioren immer wichtiger“, sagt Claudia Seidel vom Haus Tiefenstraße und fügt hinzu: „Dabei geht es auch um eine Steigerung der Lebensqualität.“

Damit auch bisher nicht so internetaffine Menschen die Schwellenangst verlieren und im digitalen Dschungel den Überblick behalten, findet nun zum dritten Mal ein Projekt statt, in dem Jugendliche älteren Mitbürgern die Tür in die Online-Welt öffnen wollen. Rund 20 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Jahrgang des Evangelischen Gymnasiums nehmen diesmal an der von Jochen Dammeyer initiierten Aktion teil.

Gefragt sind vor allem ein paar praktische Tipps zu Whats-App und Co.

Susanne Spindler, Lehrerin für Deutsch und Philosophie, betreut die Medienscouts und hat sie auf ihre Aufgabe vorbereitet. Etwas Lampenfieber habe sie schon, gibt Mali aus der 9. Klasse zu, weil sie vielleicht die eine oder andere Frage nicht beantworten könne. Kein Problem, betont Jochen Dammeyer, die Leute erwarten ja keine Computerexperten, sondern wollen vielleicht ein paar praktische Tipps im Umgang mit Whats-App, um mit ihren Enkeln besser kommunizieren zu können.

Bei einem Vorbereitungstreffen am 21. Januar um 14 Uhr im Haus Tiefenstraße kommen Alt und Jung zusammen, um Zweierteams zu bilden, die sich dann nach ihren individuellen Wünschen verabreden können. Die Senioren stellen sich vor und schildern den Schülern, wo sie Beratungsbedarf haben. „In der Regel finden sich dann Menschen zusammen, bei denen Chemie und Logistik stimmen“, sagt Claudia Seidel. Oftmals hätten in der Vergangenheit die generationsübergreifenden Partnerschaften auch die eigentliche Projektphase mit dem Richtwert von etwa zehn Terminen deutlich überdauert.

Beide Seiten können voneinander profitieren

Pro Beratungsstunde erhalten die Jugendlichen 8,50 Euro. Für Vivien ist das nicht zuletzt auch eine willkommene Aufbesserung ihres Taschengeldes. Auf Antrag ist eine anteilige Erstattung des Beratungshonorars durch das Haus Tiefenstraße möglich. Beide Seiten können voneinander profitieren, denn für viele Jugendliche ist der regelmäßige Kontakt zu den Großeltern längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Beim einem Zwischentreffen am 17. März um 14 Uhr in Haus Tiefenstraße werden die Erfahrungen ausgetauscht. Beim offiziellen Abschluss am 19. Mai soll dann gleichzeitig der Grundstein für die Neuauflage des Projektes gelegt werden. Ein Faltblatt mit Informationen liegt in Werther aus. Anmeldungen sind bei Jochen Dammeyer (0 52 03/88 39 50 oder jochendigital@web.de) möglich. Weitere Details finden sich auch auf der Webseite www.christianeundjochen.de.

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