Walter Moritz berichtet am 9. März in Werther vom Engagement in Afrika
Der Kirchenbau in der Wüste

Werther (WB). Es waren für heutige Verhältnisse schwer vorstellbare Bedingungen: In der Namib-Wüste in Südwestafrika – dem heutigen Namibia – begann Walter Moritz 1968, eine Kirche zu errichten. Davon berichtet der 86-jährige Pastor am Montag, 9. März, im Gemeindehaus, Alte Bielefelder Straße 21, in Werther.

Freitag, 06.03.2020, 05:00 Uhr
Weite Landschaft in der südwestafrikanischen Namib-Wüste: In dieser eher unwirtlichen Umgebung begann Pastor Walter Moritz vor 52 Jahren mit Planung und Bau einer Kirche. Das Foto zeigt ihn beim Vermessen des Grundstücks. Foto: Archiv Walter Moritz
Weite Landschaft in der südwestafrikanischen Namib-Wüste: In dieser eher unwirtlichen Umgebung begann Pastor Walter Moritz vor 52 Jahren mit Planung und Bau einer Kirche. Das Foto zeigt ihn beim Vermessen des Grundstücks. Foto: Archiv Walter Moritz

1960, nach seinem Theologiestudium, zog es Walter Moritz nach Südwestafrika, das unter südafrikanischer Verwaltung stand. Dort wirkte er am Aufbau einer Gemeinde mit, betreute bis 1972 die Menschen in Swakopmund und Walvisbaai. Was mit acht Gemeindegliedern begann, wuchs auf mehr als 250. „In damaligen Zeiten der Apartheid wollten wir den afrikanischen Pastoren den Rücken stärken“, erinnert sich der frühere Pastor der Gemeinde Wallenbrück, der seit 1991 in Werther lebt.

Einfache Unterkünfte mit Ziehbrunen und Ziegen

„Schon zuvor haben dort, in Rooibank, vier Kirchen gestanden, aus Holz errichtet und mit Reet gedeckt. Doch alle waren zerfallen“, berichtet Walter Moritz. Also bat die Gemeinde ihn, doch wieder eine neue Kirche zu bauen. „In Rooibank lebten die Gläubigen in kleinen Siedlungen und waren vor allem im Wasserbau beschäftigt. Es waren sehr einfache Unterkünfte, viele hatten einen Ziehbrunnen und hielten sich Ziegen.“

Trotz schwieriger Bedingungen nahmen die Planungen für die Kirche Gestalt an. „Auf unausgemessenem Staatsgrund in der Wüste stellte der Staat ein Grundstück zur Verfügung, das ich ausmessen musste“, erinnert sich Moritz.

Frauen und Kinder harkten in der Wüste Kies zusammen

Und weil das Geld knapp war, wurde beschlossen, selbst zu bauen – jeden Samstag war man im Einsatz: „Auch Frauen und Kinder harkten in der Wüste Kies zusammen und trugen Wasser an.“ 1969 konnte der Grundstein gelegt werden, ein Jahr später folgte die feierliche Einweihung.

Von Kirchenbau und Gottesdienst unter Palmen drehte Pastor Moritz einen Film. Er wird neben zahlreichen Fotos am Montag gezeigt. Beginn ist um 15 Uhr, alle Interessierten sind willkommen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7312487?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516078%2F
Corona-Tests vor dem Trainingsstart
Mannschaftsarzt Dr. Tim Niedergassel nimmt einen Rachen- und Nasenabstrich bei DSC-Profi Reinhold Yabo. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker