Stadt Werther gibt juristischen Widerstand auf – Bau in Häger nicht mehr aufzuhalten
Zweiter Windkraft-Riese kommt

Werther-Häger (WB/guf). Der Sockel für das Windrad an der Holzstraße ist inzwischen buchstäblich in Beton gegossen. Und an der Enger­straße nimmt eine Spezialfirma schon seit Tagen Horizontalbohrungen für die Stromzufuhr der mächtigen Anlage vor. Der Bau des zweiten Windkraft-Riesen in Häger ist nicht mehr aufzuhalten.

Donnerstag, 18.06.2020, 14:00 Uhr
An der Holzstraße in Häger sind die Fundamente für das geplante Windrad schon gut erkennbar. Foto: Gunnar Feicht
An der Holzstraße in Häger sind die Fundamente für das geplante Windrad schon gut erkennbar. Foto: Gunnar Feicht

Und auch die Stadt Werther hat jetzt den juristischen Widerstand gegen die Genehmigung aufgegeben. Der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt stimm­te einstimmig dafür, die vom Verwaltungsgericht Minden abgeschmetterte Klage nicht vor der nächsten Instanz weiter zu verfolgen.

„Luftraum-Verletzung“ zählt nicht als Argument

Damit folgten die Ausschussmitglieder der juristischen Einschätzung von Bürgermeisterin Marion Weike. Sie hat von einem Antrag auf Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster abgeraten: „Das OVG steht in seiner derzeitigen Rechtsprechung Höhenbegrenzungen eher ablehnend gegenüber. Da ist ein Berufungsverfahren wenig aussichtsreich.“

Werthers Klage fußte auf einem Bebauungsplan, für dessen Gebiet die kommunalen Gremien eine Höhenbegrenzung von 80 Metern beschlossen hatten. In diesen Bereich würden die Flügel der geplanten, 200 Meter hohen Anlage hineinragen. Schon der Mindener Richter hatte diese „Luftraum-Verletzung“ als unschädlich bezeichnet und nicht als Argument gelten lassen.

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