SPD Werther will Verkehrssituation für Fahrradfahrer verbessern
Ortsdurchfahrt soll sicherer werden

Werther (WB/mk). Für Radfahrer ist ein Ausflug zu den Geschäften entlang der Engerstraße immer wieder ein kleines Abenteuer – und zwar ein mitunter sehr gefährliches. Dies liegt zum einen an der Tatsache, dass die wichtige Ortsdurchfahrt stark befahren wird und es viele unübersichtliche Einmündungen gibt, und zum anderen an der chaotischen Radwegeführung.

Montag, 13.07.2020, 07:00 Uhr
Wollen die Engerstraße durch die Innenstadt fahrradfreundlicher gestalten: (von links) Bürgermeisterkandidat Veith Lemmen, Gert Klages, Annemarie Benndorf, Franco Polizzi und Erika Sahrhage von der Wertheraner SPD.                             Foto: Malte Krammenschneider
Wollen die Engerstraße durch die Innenstadt fahrradfreundlicher gestalten: (von links) Bürgermeisterkandidat Veith Lemmen, Gert Klages, Annemarie Benndorf, Franco Polizzi und Erika Sahrhage von der Wertheraner SPD.                             

Ein Schilder-Wirrwarr und mangelnder Platz für Drahtesel stellen gerade unsichere Fahrer vor große Herausforderungen. Für viele Bürger ein schon länger existierendes Problem, das die Wertheraner SPD nun verstärkt angehen möchte. „Die aktuelle Situation ist derzeit für alle Verkehrsteilnehmer nicht zufriedenstellend, doch besonderes die Radfahrer haben es schwer“, erklärt Sozialdemokratin Erika Sahrhage, die gemeinsam mit Bürgermeisterkandidat Veith Lemmen sowie Franco Pelozzi, Gert Klages und Annemarie Benndorf zum Pressetermin geladen hat.

Gegen 17 Uhr ist mal wieder viel los auf der Engerstraße. Der Feierabendverkehr rollt und nicht selten rauschen Fahrzeuge mit erhöhter Geschwindigkeit vorbei. Gerade zu diesen Stoßzeiten kann es für Radfahrer gefährlich werden, denn zwischen der großen Kreuzung an der Haller Straße und Ortsausgang in Richtung Häger gibt es entlang der Engerstraße keine durchgehende Beschilderung des Radweges auf dem teilweise kombinierten Rad- und Fußweg.

Viele wissen nicht, wo sie fahren dürfen

„Die Leute wissen nicht, wo sie fahren dürfen und wo nicht“, sagt Erika Sahrhage. Die Bürger müssten nach der Straßenverkehrsordnung eigentlich auf der Straße fahren. Gleichzeitig ist sie sich jedoch der Tatsache bewusst, dass gerade unsichere Radfahrer sich keine Fahrbahn mit Pkw und Lkw teilen möchten und deshalb auf dem Gehweg bleiben. Dies bildet aufgrund des Platzmangels jedoch eine weitere Gefahrenquelle, welche es laut den Sozialdemokraten perspektivisch zu entschärfen gilt.

Ein erster Schritt könnte hierbei eine „Sofortmaßnahme“ sein: Überflüssige Schilder sollten abgehängt werden, neue „Fahrradfahrer frei“-Schilder dafür aufgestellt. Diesen sollen den unsicheren Radfahrern die Nutzung des Gehweges ermöglichen, doch wenn es nach den Sozialdemokraten geht, sollen Drahtesel ohnehin bald ihren ganz eigenen Bereich haben. „Es ist ein Schutzstreifen nur für Fahrräder geplant, der die Fahrbahn gerechter aufteilt“, erklärt Gert Klages. Der Landesbetrieb Straßen NRW habe bereits signalisiert, dass im Zuge der für 2021 angedachten Deckensanierung der Engerstraße ein solcher Streifen in Abstimmung mit dem Kreis Gütersloh durchaus realisierbar wäre.

Mehrfach sei die unübersichtliche Situation nach SPD-Anträgen schon in Entwicklungs-Konzepten thematisiert worden. Doch nun müsse endlich etwas geschehen. „Es geht darum, diese wichtige Verkehrsachse so gut aufzuteilen, dass alle Formen von Mobilität > sicher betrieben werden können. Derzeit ist es hier wenig komfortabel, und es herrscht viel Unsicherheit, die für Unstimmigkeiten sorgt“, sagt Veith Lemmen. Ihm sei es als leidenschaftlicher Radfahrer wichtig, die Anliegen sämtlicher Verkehrsteilnehmer zu respektieren. Es gehe > dabei auch um gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme.

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