Mehrere Wertheraner berichten von nächtlichem „Besuch“ vor der Haustür
Klingeljagd oder Ausspionieren?

Werther (WB/vh). Ist es nur die Klingeljagd, mit der Jugendliche abends Hausbewohnern einen Streich spielen wollen? Oder muss man gar Einbrecher befürchten? In den sozialen Netzwerken mehren sich derzeit Berichte über Unbekannte, die in Werther spätabends und nachts an Haustüren klingeln und offenbar gleich wieder verschwinden.

Freitag, 16.10.2020, 12:19 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 12:22 Uhr
Es muss ja nicht gleich zum Einbruch kommen. Die Polizein rät dennoch: Verdächtiges wie „Ausspionieren“ vor Haus und Wohnung ruhig unter Telefon 110 melden! Foto: dpa
Es muss ja nicht gleich zum Einbruch kommen. Die Polizein rät dennoch: Verdächtiges wie „Ausspionieren“ vor Haus und Wohnung ruhig unter Telefon 110 melden! Foto: dpa

So berichtet eine Wertheranerin, bei ihrer Familie habe es am Mittwochabend um kurz nach 23 Uhr einmal geklingelt, sie seien aus dem Schlaf gerissen worden. Minuten später sei ein Auto weggefahren. „Nicht so ungewöhnlich, aber dennoch etwas verdächtig“, findet sie. Eine andere Facebook-Nutzerin berichtet, schon eine Nacht zuvor habe es auch bei ihr geklingelt, sogar erst gegen 0.30 Uhr, ebenfalls nur einmal. Auch eine weitere Schreiberin bestätigt Ähnliches, bei ihr gegen 4 Uhr frühmorgens.

Zufall oder Masche? Denn ein Wertheraner berichtet, dass bei ihm bereits eingebrochen worden sei. Das Klingeln sei „laut Polizei die Taktik, die angewendet wird.“ Einbrecher, so behauptet er, würden „klingeln und prüfen, ob jemand zuhause ist“. Von solch einem Vorgehen sei der Polizei im Kreis Gütersloh allerdings nichts bekannt, betont Kriminalhauptkommissar Mark Kohnert auf WB-Nachfrage. Auch wenn der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde sagt, dass die beschriebene Taktik „grundsätzlich denkbar“ sei.

Einbrecher nutzen kurze Abwesenheit der Bewohner und auf Kipp stehende Fenster

Generell sagt die Polizei: „Einbrecher sind verstärkt tagsüber unterwegs und nutzen kurze Abwesenheiten der Bewohner oder auf Kipp stehende Fenster aus, um in Wohnhäuser einzudringen. Oftmals spionieren die Täter bestimmte Häuser oder Wohngegenden aus, bevor sie zur Tat schreiten.“

Und die Polizei empfiehlt: Halten sich verdächtige Personen oder Fahrzeuge auf dem eigenen Grundstück, bei Nachbarn, in der Straße oder Siedlung auf, sollte das amtliche Kennzeichen des Fahrzeuges notiert und sofort die Polizei unter Telefon 110 benachrichtigt werden. Hierbei gelte: Lieber einmal zuviel als einmal zu wenig anrufen! Denn nur, wenn verdächtige Beobachtungen auch tatsächlich gemeldet werden, bestünden gute Chancen, Einbrecher dingfest zu machen.

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