Sanierung an EGW-Sporthalle: Stadt Werther sagt 100.000 Euro Zuschuss zu
Hier wird’s bald freundlicher

Werther (WB). Exakt 217.770 Euro soll die Umgestaltung von Duschräumen, Umkleiden und ­Toiletten in der Sporthalle des Evangelischen Gymnasiums Werther (EGW) kosten. So steht es im Antrag des Schulvereins. Der Schulverein als Träger des EGW hat dafür die Gewährung eines städtischen Zuschusses beantragt – mit Erfolg.

Donnerstag, 22.10.2020, 05:25 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 05:30 Uhr
Die Sozialräume der Sporthalle des Evangelischen Gymnasiums sollen in den nächsten Sommerferien umfassend saniert und energetisch modernisiert werden. Die Stadt Werther will sich an den Umbaukosten beteiligen. Fotos: Johannes Gerhards

Im Stadtrat entschied man, den jeweils einstimmigen Empfehlungen aus dem Schulausschuss sowie aus dem Haupt- und Finanzausschuss zu folgen. Die Ratsmitglieder bewilligten einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro – allerdings vorbehaltlich der Etatlage, denn Werthers städtischer Haushalt ist durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie stark belastet.

NRW-Fördermittel in Aussicht

Zunächst soll aber geprüft werden, ob für die Maßnahme Fördermittel des Landes in Frage kommen: Heimatministerin Ina Scharrenbach hatte im Juli den neuen vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Bund finanzierten Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten vorgestellt. Dafür sollen für 2020 rund 47 Millionen Euro und für das Jahr 2021 rund 31 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden – auch hier vorbehaltlich der Verabschiedung des Landes- und des Bundeshaushaltes.

Dagegen, so der Stadtrat, greife das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ nicht, weil der Schulverein die Fördervoraussetzungen nicht erfüllen kann.

Auch energetische Modernisierung geplant

Durch die Sanierung und energetische Modernisierung der Sozialräume an der EGW-Sporthalle soll Schülern und Sportvereinen eine moderne und funktionelle Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig sollen damit der Energieverbrauch und der damit verbundene Stickstoffausstoß deutlich verringert werden. Derzeit verströmen die Umkleideräume und sanitären Anlagen den Charme der sechziger Jahre. In Zukunft soll den Nutzern eine freundliche, zeitgemäße Einrichtung zur Verfügung stehen.

Werthers Verwaltung und Politik sind sich einig: Das Gymnasium prägt nach ihrer Ansicht „in erheblichem Maße das örtliche Bildungsangebot“. Die Stadt profitiere von der sehr guten örtlichen Schullandschaft in hohem Maße, das Gymnasium wird als wichtiger Baustein kommunaler Infrastruktur angesehen, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Bereits bei zurückliegenden Projekten wie dem Mensabau und der Schaffung zusätzlicher Klassen- und Fachunterrichtsräume hat die Stadt eine Zuwendung von 200.000 Euro gewährt.

Im Sommer 2021 soll’s losgehen

Die Planungen sehen vor, dass die Umbauarbeiten in den Sommerferien des kommenden Jahres durchgeführt werden sollen. 2021 beginnen zu wollen, daran hält nach dem jetzigen Stand der Dinge auch Marcus Wöhrmann fest, Geschäftsführer des EGW-Schulvereins: „Auch wenn das Projekt finanziell momentan noch etwas auf tönernen Füßen steht. Erst wenn der Haushalt 2021 verabschiedet ist, sind wir sicherer“, sagt er. Welches Unternehmen die Arbeiten ausführen soll, das hänge auch davon ab, „wer dafür in den Sommerferien die Kapazitäten hat“, so Wöhrmann.

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