Lockdown: Manche Wirte in Werther setzen alternativ auf Außer-Haus-Verkauf
Sorge vor dem November

Werther (WB). Der für mindestens bis Ende November verordnete Lockdown trifft neben vielen anderen Berufsgruppen auch die Gastronomen in Werther hart.

Freitag, 30.10.2020, 02:18 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 02:20 Uhr
Lockdown und Baustelle vor der Tür: Dorota und Jochen Wiete von Wietes Wirtshaus kämpfen an mehreren Fronten. Foto: Johannes Gerhards
Lockdown und Baustelle vor der Tür: Dorota und Jochen Wiete von Wietes Wirtshaus kämpfen an mehreren Fronten. Foto: Johannes Gerhards

„Bei den derart schnell ansteigenden Infektionszahlen ist grundsätzlich klar, dass Maßnahmen getroffen werden müssen – aber dass nun auch wieder Restaurants schließen müssen, finde ich nicht in Ordnung“, sagt Dorota Wiete von Wietes Wirtshaus in Theenhausen. „Wir ermöglichen größtmöglichen Schutz bei uns: große Abstände der Tische, mehrere Räume, keine Feiern, Kontaktdatenerfassung und Desinfektion. Das kostet viel Geld“, zählt sie auf. „Ich hoffe nur, dass der Lockdown wenigstens das erhoffte Ziel bringt.“

Hinzu kommt in Theenhausen die Straßensperrung

Wird es für die Zeit der Schließung einen Außer-Haus-Verkauf geben? „Das überlegen wir noch. Denn bis fast Mitte November sind wir sehr schwer erreichbar – wegen der Sperrung der Zufahrten im Zuge der Straßensanierung.“ Die von der Politik versprochene finanzielle Überbrückungshilfe sieht Wiete skeptisch: „Das dürfte mit immensem bürokratischen Aufwand verbunden sein.“

Wenn schon nicht vor Ort, dann wenigstens „zu Hause essen wie im ‚Outside‘“: So macht das Restaurant an der Borgholzhausener Straße auf seinen Außer-Haus-Verkauf aufmerksam. Anrufen, bestellen, abholen, damit hat sich das „Outside“ schon im Frühjahr eine Alternative geschaffen – coronakonform mit Plexiglas-Schutz bei der Ausgabe.

Lieber kochen als herumsitzen

Auf den Außer-Haus-Verkauf will auch Gastwirt Ulrich Obermann setzen: „Jeden Tag von 17 bis 20 Uhr.“ Auch wenn das nicht ganz so viel bringe wie der normale Betrieb in seinem Restaurant an der Alten Bielefelder Straße. „Aber das macht mir mehr Spaß, als zu Hause herumzusitzen“, sagt er. Auch er findet diese Art Lockdown nicht richtig, zu pauschal, nennt ebenfalls aufwändige Hygienevorkehrungen. „Hinzu kommt, dass wir für November schon viele Reservierungen hatten: von Familien, Vereinen, Keglern. Das mussten wir alles absagen.“

Ulrich Obermann erinnert sich an die Zeit des ersten Lockdowns im vergangenen Frühjahr: „Erst ganz langsam kam danach das Geschäft wieder so halbwegs ins Rollen. Im Sommer habe ich obendrein eigenes erspartes Geld zugelegt. Mal sehen, wie es jetzt wird...“

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