Werther
„Eine einmalige Aktion“

Werther -

»Kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke ruhig im Ort«, sagt Vera Consbruch vom Vorstandsteam der Werbegemeinschaft Werther. Motivationshilfe sind 100 Preise im Gesamtwert von mehr als 1500 Euro.

Freitag, 20.11.2020, 18:24 Uhr
Mit solchen Losen wollen Vera Consbruch (rechts) und die bei Sudfeld beschäftigte Susanne Olschewski potenzielle Kunden in die Wertheraner Läden locken. Die Werbegemeinschaft hat die vom 23. bis 28. November laufende Aktion zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt ins Leben gerufen
Mit solchen Losen wollen Vera Consbruch (rechts) und die bei Sudfeld beschäftigte Susanne Olschewski potenzielle Kunden in die Wertheraner Läden locken. Die Werbegemeinschaft hat die vom 23. bis 28. November laufende Aktion zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt ins Leben gerufen

In den 26 teilnehmenden Geschäften gibt es pro Einkauf während des Aktionszeitraums vom 23. bis zum 28. November kostenlos ein Gewinnlos obendrauf. Unmittelbar vor Ort erfahren die Kunden, ob und was sie tatsächlich gewonnen haben. Lediglich bei Edeka gilt das Angebot wegen der überdurchschnittlichen Käuferzahl nur am 27. und 28. November.

In dieser Größenordnung ist die Aktion nach Angaben von Vera Consbruch einmalig für Werther. Eventmanager Reiner Stohdieck hat eine Maßnahme in derartigem Umfang im Laufe seiner Tätigkeit bisher nicht erlebt. Allerdings sei der Einzelhandel im extrem schwierigen Corona-Jahr auch besonders gebeutelt. Mit Ausnahme des Herbsttreffs Goldener Oktober sind alle lukrativen Veranstaltungen und verkaufsoffenen Sonntage abgesagt worden. Das gilt für das Frühlingserwachen ebenso wie für die »Wunderwelt der Farben, Lichter und Düfte« und den Christkindl-Markt.

Auch das bisher immer sehr gut angenommene Sterntaler-Gewinnspiel fällt in dieser Saison aus. Stattdessen sind Mitarbeiter in Geschäften, wie die bei Sudfeld-Mode beschäftigte Susanne Olschewski, angehalten, den Kunden zusammen mit dem Kassenbon ihre Lose auf hygienisch einwandfreie Weise auszuhändigen. Das selbstständige Wühlen in einer Lostrommel ist laut Reiner Stohdieck gegenwärtig nicht möglich.

Dafür können Kunden unmittelbar erkennen, wenn sie gewonnen haben. Während jede Zahl gleichbedeutend mit einem Geld- oder Sachpreis ist, halten Nieten aufmunternde Kommentare bereit oder wünschen Glück beim nächsten Versuch.

Die Gewinne sollen bis 12. Dezember in den Geschäften eingelöst oder abgeholt werden. Weitere Informationen gibt es in allen teilnehmenden Geschäften.

Es war ein schwieriges Jahr für die Werbegemeinschaft Werther. Das wurde auch daran deutlich, dass die diesjährige Mitgliederversammlung als Online-Meeting durchgeführt werden musste. Zehn Stimmberechtigte der 62 Mitglieder beteiligten sich, die Tagesordnung beschränkte sich wegen der Planungsunsicherheit im Wesentlichen auf Formalitäten.

Unter den zugeschalteten Gästen war auch Bürgermeister Veith Lemmen, der ein klares Bekenntnis zur Initiative »Kauf im Ort« ablegte. »Wir sind gewillt, den Einzelhandel in der Innenstadt zu fördern«, machte er unmissverständlich klar. Es schmerze ihn, dass der Christkindl-Markt ausfalle. Das werde keineswegs in einer Abschaffung durch die Hintertür münden. »Wir werden ein paar Sachen nachholen und stärker zurück kommen.«

Die Corona-Problematik treibe ihn schon um, eine Situation wie jetzt an der Weststraße sei leider erwartbar gewesen. Im Übrigen würden sich die Wertheraner zum allergrößten Teil diszipliniert verhalten, lobte Lemmen und äußerte die Hoffnung, dass »niemand unterm Weihnachtsbaum einsam« sein müsse.

Er werde gemeinsam mit der Werbegemeinschaft nach guten Lösungen für die Entwicklung der Innenstadt suchen. Ob und welche der traditionellen Veranstaltungen inklusive der verkaufsoffenen Sonntage im kommenden Jahr stattfinden können, kann aber auch der Bürgermeister bisher nicht absehen.

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