Gleich an drei Stellen kommt es am Samstag in Werther zu Wasserrohrbrüchen
Keine Frage des Alters, sondern des Wetters

Werther -

Überraschung für zahlreiche Wertheraner Haushalte am Samstag: Gleich drei Wasserrohrbrüche, verteilt auf unterschiedliche Bereiche im Stadtgebiet, sorgten über Stunden für Störungen in der Wasserversorgung.

Sonntag, 10.01.2021, 17:46 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 18:02 Uhr
Überschwemmung auf der Mühlenstraße im Bereich der Grundschule: Dort war ein Wasserrohr gebrochen. Doch auch an der Straße Am Hang und an der Oststraße kam es zu Defekten.
Überschwemmung auf der Mühlenstraße im Bereich der Grundschule: Dort war ein Wasserrohr gebrochen. Doch auch an der Straße Am Hang und an der Oststraße kam es zu Defekten. Foto: Guido Welzel

Böse

Zuerst wurde am Samstagmittag gegen 12.20 Uhr ein Wasserrohrbruch im Bereich der Mühlenstraße gemeldet, wie Carsten Daut, Fachkraft für Wasserversorgungstechnik bei der Stadt Werther und selbst als Monteur im Einsatz, dem WESTFALEN-BLATT am Sonntag auf Anfrage bestätigte. Nur zehn Minuten später gegen 12.30 Uhr wurde ein weiterer Rohrbruch an der Straße Am Hang im Bereich des Werther Bergs bekannt. Am Spätnachmittag kam dann noch ein weiterer an der Oststraße dazu.

Carsten Daut bezeichnet die Häufung der Vorfälle als Zufall: „Zu Wasserrohrbrüchen kommt es jahreszeitlich bedingt, weil Niederschlag und Kälte dazu führen, dass die Erde schwer wird“, sagte er. Der Boden drückt dann auf das Rohr, so dass die Gussleitungen – Metall also – brechen.

„Das hat auch nicht unbedingt etwas mit dem Alter der Leitungen zu tun“, so der Fachmann: „Das kann auch bei neueren Rohren passieren“, betonte er.

Indes sind die Folgen unangenehm genug: zumal für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Techniker. Mit Mitarbeitern einer Wertheraner Tiefbaufirma war der Monteur der Wasserversorgung Samstag bis tief in die Nacht im Einsatz. Zuallererst wurde in den betroffenen Bereichen das Wasser abgestellt. „Die Gefahr ist groß, dass es sonst etwa auch noch zu Unterspülungen kommt“, so Daut. Zeit, die betroffenen Haushalte zu informieren und vorzuwarnen, sei in solchen Fällen nicht. Und auch am Samstag in Werther war Eile geboten beim so genannten „Zuschiebern“ der defekten Leitungsabschnitte.

Die Tiefbaufirma öffnete den Boden an den betroffenen Bereichen und buddelte bis zur Bruchstelle des Rohrs, die es allerdings erst einmal auch zu finden galt. Der Bruch wurde dann abgedichtet. Und schließlich musste das Rohr lange gespült werden. „Wir wollen sichergehen, dass keine Trübungen im Wasser zurückbleiben“, so Carsten Daut. Gegen 1.30 Uhr war der Notfalleinsatz beendet.

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