Müllsammelaktion in Werther läuft diesmal dezentral und über eine ganze Woche
Hinsehen und zupacken

Werther -

Und wieder wird es nichts mit einer groß angelegten Müllsammelaktion, dabei hätte Werther ein Reinemachen durchaus nötig, wie ein kritischer Blick in Rabatten und Straßengräben verrät.

Dienstag, 02.03.2021, 13:12 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 13:14 Uhr
Einsatz mit Greifzange und Müllsack ist gefragt: Abfallberaterin Simone Marquardt und Bürgermeister Veith Lemmen hoffen auf helfende Hände.
Einsatz mit Greifzange und Müllsack ist gefragt: Abfallberaterin Simone Marquardt und Bürgermeister Veith Lemmen hoffen auf helfende Hände. Foto: Stadt Werther

 

Corona-Auflagen verbieten ein gemeinsames Ärmelhochkrempeln mit warmer Suppe als Dankeschön, nicht aber das Aktivwerden gegen achtlos Weggeworfenes generell. Die Stadt Werther ruft diesmal – ähnlich wie seine Nachbarorte – eine Müllsammelwoche aus und hofft, dass sich in der Zeit von Montag, 8. März, bis Samstag, 14. März, möglichst viele allein oder ganz kleiner Gruppe auf den Weg machen und Unrat aufsammeln und entsorgen.

Müllsäcke und Warnwesten gibt‘s im Rathaus

Im Rathaus können sich Aktive dazu von sofort an gratis blaue Müllsäcke und Warnwesten holen und auch Zangen ausleihen, selbst wenn die Verwaltung derzeit wegen der Pandemie für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen ist.

„Eine kurze Nachricht genügt, und wir vereinbaren einen Übergabe-Termin oder -Ort“, sagt Abfallberaterin Simone Marquardt, die unter Telefon 05203/ 705-65 oder per E-Mail an simone.marquardt@gt-net.de erreichbar ist.

Sie bedauert, dass Corona zum zweiten Mal in Folge einen Strich durch die Rechnung macht. „Voriges Jahr war alles komplett durchgeplant. Wir waren so froh, dass es gelungen war, auch neue Gesichter für die Aktion zu gewinnen“, erinnert sie sich an den Moment, als die schon traditionsreiche Müllsammelaktion plötzlich aus Vorsicht vor dem neuartigen Virus im März 2020 abgesagt werden musste.

Sammeln als sinnvolle Kinderbeschäftigung im Lockdown

Inzwischen habe es tatsächlich Anrufe im Rathaus gegeben, ob und wie die Aktion denn dieses Jahr stattfinden kann. Mehrere Personen hätten ihre Hilfe angeboten. „Es haben sich in den zurück liegenden Monaten außerdem auch Eltern hier gemeldet, die nach Zangen und Müllsäcken gefragt haben. Sie haben daraus eine sinnvolle Kinderbeschäftigung im Lockdown gemacht“, erzählt Simone Marquardt. Natürlich habe die Stadt da gern ausgeholfen und auch volle Beutel hinterher gratis entsorgt. „Das gilt selbstverständlich auch für alle, die in der kommenden Woche mithelfen wollen.“

Die Stadt Werther hofft, dass sich viele verantwortlich fühlen und bereit sind, den Dreck, den andere hinterlassen haben, wegzumachen. Das kann auch „inoffiziell“ erfolgen. Simone Marquardt: „Auch wer einfach zur kleinen Plastiktüte greift und den Unrat hinterher in der eigenen Abfalltonne entsorgt, leistet einen wertvollen Beitrag.“

Gemeinsam geht alles besser, aber trotzdem bittet die Stadt ausdrücklich darum, die Auflagen der Corona-Schutzverordnung zu beachten. Das bedeute aktuell: Zu den Personen aus dem eigenen Haushalt darf sich maximal eine Person dazu gesellen.

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