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Di., 02.02.2016

Polizei bestätigt Anmeldung einer Veranstaltung an diesem Samstag – Treffen auf dem Rathausplatz Russlanddeutsche planen Versammlung

Mehr als 250 Russlanddeutsche haben am vergangenen Wochenende an einer Kundgebung in Bielefeld teilgenommen. In Bünde werden 50 Teilnehmer erwartet.

Mehr als 250 Russlanddeutsche haben am vergangenen Wochenende an einer Kundgebung in Bielefeld teilgenommen. In Bünde werden 50 Teilnehmer erwartet. Foto: Christian Althoff

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Nach Informationen dieser Zeitung ist für diesen Samstag, 6. Februar, eine Versammlung unter dem Titel »Gegen Gewalt, gegen sexuelle Gewalt, für Frieden, Sicherheit für Frauen und Kinder« auf dem Rathausplatz geplant. Bei der Anmelderin der Aktion soll es sich um eine Frau aus Bünde mit russlanddeutschen Wurzeln handeln.

Auf Anfrage bestätigte Kreispolizeisprecher Michael Albrecht, dass eine entsprechende Anmeldung bei der Behörde eingegangen und die Versammlung auch genehmigt worden sei. »Wir werden Kontakt zu der Person, die die Versammlung angemeldet hat, aufnehmen und werden uns – falls erforderlich – entsprechend vorbereiten, um den sicheren Verlauf der Veranstaltung zu gewährleisten«, sagte er dieser Zeitung.

50 Teilnehmer angemeldet

Laut Albrecht seien 50 Personen für eine Teilnahme an der Aktion angemeldet worden, die am Samstagvormittag um 10 Uhr vor dem Rathaus beginnen soll. »Es ist eine reine Versammlung. Kein Demonstrationszug durch die Stadt«, erklärte der Beamte.

Bundesweit war es vor knapp zwei Wochen in zahlreichen deutschen Städten zu Demonstrationen von Russlanddeutschen gegen »Ausländergewalt« gekommen. Grund dafür war die Meldung eines russischen Nachrichtensenders, in Berlin sei ein russisches Mädchen von drei arabischstämmigen Männern verschleppt und vergewaltigt worden. Laut dem Sender soll die Polizei die 13-Jährige zwar vernommen, aber nichts gegen die Täter unternommen haben. Mittlerweile hatte das Mädchen eingeräumt, die angebliche Tat erfunden zu haben.

Kundgebungen in Ostwestfalen-Lippe

Auch in Ostwestfalen-Lippe waren Russlanddeutsche seinerzeit wegen des Falls auf die Straße gegangen, unter anderem in Gütersloh, Espelkamp, Minden und in Herford. Am vergangenen Wochenende gab es eine weitere  Kundgebung in Bielefeld mit etwa 250 Teilnehmern, bei der unter anderem auch die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof thematisiert wurden.

Die Demonstration in der City in Bündes Nachbarstadt Herford, bei der 200 Menschen mitgelaufen sein sollen, dürfte für die Organisatoren übrigens noch ein Nachspiel haben. Denn die Aktion war nach Auskunft der Kreispolizeibehörde gar nicht angemeldet worden – und von daher auch nicht genehmigt gewesen. »Wir wussten in dieser Sache von nichts und haben daher ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Versammlungsgesetz eingeleitet«, so Polizeisprecher Albrecht.

Kommentare

Russlanddeutsche planen Versammlung

Ich frage mich, was diese Russlanddeutschen damit bezwecken? Eine erfundene Geschichte halten diese am kochen um sie für ihre fremdenfeindlichen Zwecke zu mißbrauchen. Unglaublich. Haben diese Russlanddeutschen, Aussiedler, eigentlich vergessen, daß sie einst auch nicht gerne gesehen waren hier in Deutschland, als sie in Massen auf einmal in unserem Land standen? Sie hatten damals alle nur Rechte, Pflichte kannten die nicht. Das SGB kannten die fast auswendig. Und heute wollen die Menschen, die um Leib und Leben fürchten, hier keine Unterkunft gewähren? Da mischen offenbar die religiösen Verbindungen wie Freikirchen, Menoniten, usw. kräftig mit, vor allem wenn es um Sexualität oder sexuelle Übergriffe geht. So etwas will man in deren Kulturkreis offenbar nicht akzeptieren. Offenbar fehlt da auch noch sehr viel an Integration und man sollte dort auch mal den Getto-Kreis durchbrechen. In Deutschland lebt man weltoffen, auch wenn es vielen Aussiedlern bis heute nicht passt. Aber keiner wird gezwungen, dann hier zu leben. Aber sie sollten uns auch nicht vorschreiben, wie wir hier in unserem Land Freizügigkeit in allen Lebenslagen ausleben wollen.

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