Wirt erhält 200 Euro und eine handschriftliche Nachricht – 21 Briefe gefunden
Anonymer Geldspender: Noch mehr Kuverts aufgetaucht

Bünde (BZ). Der Fall um die anonymen Geldgeschenke wird immer kurioser: Denn wie jetzt bekannt wurde, ist bereits am Freitag ein weiterer Umschlag aufgetaucht. Dieser enthielt neben der Karte mit einem Bibelvers sogar 200 Euro – und eine handschriftliche Nachricht.

Freitag, 12.02.2016, 06:00 Uhr
Hinter dieser hochkant an einer Wand gelehnten Tischplatte hat »Elsestern«-Wirt Wilfried Hodde (61) am vergangenen Freitag den Umschlag mit vier 50 Euro-Scheinen und einer Jesus-Karte (kleines Bild links)  gefunden
Hinter dieser hochkant an einer Wand gelehnten Tischplatte hat »Elsestern«-Wirt Wilfried Hodde (61) am vergangenen Freitag den Umschlag mit vier 50 Euro-Scheinen und einer Jesus-Karte (kleines Bild links) gefunden Foto: Daniel Salmon

Nach der exklusiven Berichterstattung dieser Zeitung ging die Geschichte der verschenkten 50-Euro-Scheine bundesweit durch die Medien und sorgt mittlerweile nicht nur in Bünde für reichlich Gesprächsstoff. Jeder fragt sich: »Wer ist der unbekannte Geldgeber?«

Laut Herfords Polizeisprecher Michael Albrecht hätten sich bis Donnerstag insgesamt 21 Bürger bei der Behörde gemeldet, die ein Kuvert samt Geldsegen und Bibelvers erhalten haben. Somit hat der anonyme Spender bislang mehr als 1000 Euro verschenkt. Wie berichtet, ermittelt die Polizei in dem Fall auch nicht, da die geschenkten, echten Banknoten nicht mit einer Straftat in Verbindung stehen. »Wir freuen uns einfach mit den Leuten, die offenbar gezielt etwas geschenkt bekommen haben«, sagt Michael Albrecht. Wie viele der cremefarbenen Umschläge tatsächlich im Umlauf sind, ist unklar.

Einen der wertvollen Briefe hat jedenfalls auch Wilfried Hodde, Inhaber des Bistros »Elsestern« in der Bünder City, erhalten. »Den habe ich schon am Freitag gefunden. Gegen 17 Uhr fiel mir auf, dass das Kuvert hinter einer hochkant gestellten Tischplatte im Eingangsbereich meines Bistros lag«, erinnert sich der 61-jährige Gastronom. Er vermutet: »Lange kann der Umschlag da nicht gelegen haben. Gesehen habe ich aber niemanden, der ihn da hingetan hat – und meine Gäste auch nicht.« Neben der Jesus-Karte mit dem Vers aus Jeremia 31,3 enthielt Hoddes Brief gleich vier 50-Euro-Noten. Seinen Namen hatte der Spender zwar auch dieses Mal nicht hinterlassen, dafür aber eine handschriftliche Nachricht. »Für die zerstörte Scheibe! P.S.: Ich war es nicht, habe es lediglich im Internet gesehen. God bless you!«, so der Wortlaut der Notiz. Wilfried Hodde sagt: »Tatsächlich ist im Dezember die doppelverglaste Scheibe zu meinem Geräteraum eingeschlagen worden.« Den Schaden hatte der Gastronom seinerzeit auf der Facebook-Seite seines Bistros gepostet. »Das muss der Spender wohl gesehen haben«, meint der 61-Jährige. Er glaubt, dass sich eine Frau hinter den Geldgeschenken verbirgt: »Die Nachricht auf dem Umschlag ist in einer Frauenhandschrift verfasst.«

Wilfried Hodde will den anonymen Geldsegen übrigens nicht für sich behalten, sondern spenden. »Die Organisation, die den kreativsten Verwendungszweck auf meiner Facebook-Seite postet, bekommt das Geld«, sagt er.

Kommentare

pillefelda  schrieb: 13.02.2016 13:46
Auch 500er bitte einwerfen!
So macht der Gang zum Briefkasten wieder Spaß, nicht immer diese Rechnungen.
Wenn auch Jesus-Kreditkarten-Werbung dabei liegt, macht nix!
1 Kommentare
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