Jürgen Matuschewski erhält Umschlag mit 60 Euro – BZ-Leser entdeckt Bild mit Bibelvers am Bahnhof
Anonymer Spender bedankt sich bei Taxifahrer

Bünde (WB). »Ich war echt bewegt und habe mich sehr gefreut«, sagt Jürgen Matuschewski und betrachtet die Karte mit Bibelvers und Jesus-Motiv in seiner Hand. Der Bünder Taxifahrer hat ebenfalls einen Umschlag des anonymen Spenders erhalten, der bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hat. Darin waren 60 Euro und eine persönliche Nachricht an den 42-Jährigen.

Mittwoch, 17.02.2016, 08:02 Uhr aktualisiert: 17.02.2016, 08:04 Uhr
60 Euro (eigentlich in Zwanzigern) hat Jürgen Matuschewski zusammen mit einer persönlichen Nachricht vom Geldspender erhalten. Foto: Daniel Salmon
60 Euro (eigentlich in Zwanzigern) hat Jürgen Matuschewski zusammen mit einer persönlichen Nachricht vom Geldspender erhalten. Foto: Daniel Salmon

Matuschewski fand den Geldbrief am Montag in seinem Briefkasten. »Als ich den cremefarbenen Umschlag gesehen habe, dachte ich mir fast schon, dass es sich um eine Nachricht des unbekannten Gönners handelt«, sagt er.

In gut leserlicher Handschrift steht zudem auf der Rückseite der Karte: »Du bist mir während einer Fahrt einmal sehr barmherzig entgegengetreten. Jetzt fügt Gott die Umstände wohl so, dass ich in den Genuss kommen darf, Dir zu dienen und mich bei Dir zu bedanken... Du hast ein gutes Herz – was könnte in deinem Taxibus abgehen, wenn Dein Herz von der Gegenwart Gottes erfüllt wäre. Gott ist für Dich... Sei reich gesegnet... In Liebe!«

Drei 20-Euro-Scheine

Zu der frommen Botschaft gab’s dieses Mal drei 20-Euro-Scheine. »Warum gerade dieser Betrag? Sonst gab es doch fast immer nur Fünfziger«, wundert sich der Taxifahrer. Aufgrund der Botschaft nimmt er an, dass es sich bei dem Unbekannten um einen ehemaligen Fahrgast handelt, dem er einmal geholfen hat.

»Aber ich mache den Job seit 20 Jahren und habe schon vielen Leuten geholfen«, sagt der 42-Jährige, der sich gemeinsam mit seinen Arbeitskollegen schon rege Gedanken über die Identität des frommen Geldspenders gemacht hat. »Wegen der sauberen Handschrift denke ich jedenfalls auch, dass es sich um eine Frau handeln muss«, sagt Matuschewski und fährt fort: »Ich hoffe nur, dass sich die Spenderin durch ihre Großzügigkeit nicht ins finanzielle Unglück stürzt.«

Geld behält er nicht

Behalten will der Bünder das Geld, das er erhalten hat, übrigens nicht: »Das war von Anfang an klar für mich. Ich lasse es einem jüngeren Mann zugute kommen, den ich kenne. Er ist gehbehindert und möchte sich ein Fahrrad kaufen, hat aber nicht das nötige Geld dafür.« Die Jesus-Karte mit der persönlichen Notiz soll hingegen einen ganz besonderen Ehrenplatz in der Wohnung des Taxifahrers erhalten.

Gestern meldete sich ein weiterer BZ-Leser bei der Redaktion dieser Zeitung, der am Bünder Bahnhof ein mysteriöses Bild mit einem Bibelvers entdeckt haben will. Tatsächlich steht gegenüber der Radstation ein bedrucktes Blatt Papier in einem Glasrahmen, der an ein Baustellenschild gelehnt ist. Auf dem Bild sind eine stilisierte Sonne und ein frommer Spruch zu sehen. Dort steht geschrieben: »Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen; jetzt wächst es auf, erkennt Ihr´s denn nicht? Jesaja 43, 19«. Ob dieser Fund etwas mit dem anonymen Geldspender zu tun hat, ist allerdings nicht bekannt.

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