Vogelfreunde Bruchmühlen kaufen Gelände in den Elseauen und planen Streuobstwiese
Hundeplatz wird zum Biotop

Bünde (WB). Hier sind noch Storch und Eisvogel anzutreffen, außerdem der sehr seltene Steinbeißer – die Auenlandschaft zwischen Alter und Neuer Else ist ökologisch wertvoll. Und sie könnte bald noch aufgewertet werden. Das haben jedenfalls die Vogelfreunde Bruchmühlen vor.

Dienstag, 23.02.2016, 08:33 Uhr
Vereinsvorsitzender Georg Schröder vor dem Gelände in den Elseauen. Nach dem Regen der vergangenen Tage steht das Grundstück derzeit unter Wasser. Die Vogelfreunde wollen hier auf 7000 Quadratmetern ein Biotop anlegen. Foto: Hilko Raske
Vereinsvorsitzender Georg Schröder vor dem Gelände in den Elseauen. Nach dem Regen der vergangenen Tage steht das Grundstück derzeit unter Wasser. Die Vogelfreunde wollen hier auf 7000 Quadratmetern ein Biotop anlegen. Foto: Hilko Raske

Sie haben in Sichtweite von Storchennest und Nienburger Mühle das etwa 7000 Quadratmeter große Areal eines Hundesportvereins gekauft. »Wir sind schon seit einigen Jahren auf der Suche nach einem solchen Grundstück«, erzählt Vereinsvorsitzender Georg Schröder. Die Absicht: Die Vereinsmitglieder wollen ein Biotop schaffen, das der heimischen Vogelwelt einen Lebensraum bietet.

Im Raum Melle habe man mit der Suche nach einer geeigneten Fläche begonnen, sagt Schröder. »Dort sind geeignete Grundstücke aber schwer zu finden. Und wenn sie existieren, benötigt die Stadtverwaltung sie selber als Ausgleichsfläche.« Mehr oder weniger zufällig sei man auf den Hundesportplatz im Hunnebrocker Bruch gestoßen. »Jemand aus dem Verein war auch hier Mitglied.«

Chance genutzt

Als der Hundesportverein aufgelöst wurde, nutzte man die Gelegenheit und kaufte das Grundstück. Die Mittel dafür – im fünfstelligen Euro-Bereich, so der Vereinsvorsitzende – hat der Verein durch seine Vogelbörse erwirtschaftet, die er zweimal jährlich in der Mehrzweckhalle Bruchmühlen ausrichtet und die überregional bekannt ist.

»Eine derartige Börse in dieser Größenordnung findet man erst in Lingen wieder«, sagt Schröder. Da der Verein gemeinnützig sei, müssten Erlöse aus dieser Veranstaltung dementsprechend eingesetzt werden. Deshalb habe man sich entschlossen, für die heimische Vogelwelt ein Biotop zu schaffen.

Streuobstwiese geplant

Und wie das aussehen soll, weiß der Vereinsvorsitzende auch schon: »Wir legen derzeit mit Strauch- und Baumschnitt Benjeshecken an. Außerdem ist vorgesehen, eine Streuobstwiese zu schaffen und Nisthilfen anzubringen. Geplant ist zudem ein Teich oder eine Blänke, wie sie der Naturschutzbund nicht weit von hier bereits hat ausbaggern lassen.«

Wenn alles fertig sei, solle das Grundstück zweimal im Jahr durch eine Schafherde beweidet werden. Helfende Hände sind bei diesen Aktionen immer willkommen, sagt Schröder. Man freue sich auch über neue Vereinsmitglieder – die übrigens nicht unbedingt Vögel besitzen müssen. »Mit einem Jahresbeitrag von zehn Euro kann man so aktiv die Natur schützen«, betont Schröder.

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