Bei Nehl Industriegravuren sind große Mengen Messing entwendet worden
Drei Einbrüche seit August

Bünde (BZ). Zum dritten Mal innerhalb von nur sechs Monaten sind bislang Unbekannte in die Metallfirma von Andreas Nehl an der Blankensteinstraße eingestiegen. Die Beute: ein- bis eineinhalb Tonnen Messing und Kupfer. Von einem der Täter existieren Videoaufnahmen.

Mittwoch, 24.02.2016, 09:17 Uhr aktualisiert: 24.02.2016, 09:28 Uhr
Firmeninhaber Andreas Nehl, der das Unternehmen in zweiter Generation führt, hatte nach zwei Einbrüchen Überwachungskameras installieren lassen. Einer der Einbrecher ist in der Nacht zu Montag gefilmt worden. Foto: Rainer Grotjohann
Firmeninhaber Andreas Nehl, der das Unternehmen in zweiter Generation führt, hatte nach zwei Einbrüchen Überwachungskameras installieren lassen. Einer der Einbrecher ist in der Nacht zu Montag gefilmt worden. Foto: Rainer Grotjohann

Gegen 0.30 Uhr müssen die Einbrecher in das Werkstatt- und Bürogebäude der Nehl Industriegravuren GmbH eingedrungen sein. Mit Plastersteinen warfen sie das Fenster zu einem der Büroräume ein. Mit solcher Wucht, dass die Steine auch die zum Werkstattbereich gelegene Glasscheibe zertrümmerten. Als die Täter die im Gebäudeinneren installierten Videokameras bemerkten, zogen sie Masken über und zerstörten die Kameras. Von einem der zwei oder vielleicht auch drei Täter existieren jedoch unter Umständen verwertbare Bilder, auf denen er für ein paar Sekunden noch unmaskiert zu sehen ist.

Andreas Nehl (51): »Anschließend haben sie alle Sicherungen abgeschaltet, damit lag die Halle im Dunkeln. Auch die draußen angebrachten Kameras haben sie, wahrscheinlich auch mit Pflastersteinen, abgeworfen.«

Liefertermine können nicht eingehalten werden

Die Einbrecher packten das Messing sowie etwas Kupfer auf einen Hubwagen, brachen eine doppelflügelige Metalltür an der Rückseite des Gebäudes und schafften ihre Beute ins Freie. Dort muss sie auf einen Lastwagen oder Kleintransporter gepackt worden sein.

»Mitgenommen haben sie auch fertig bearbeitete und zum Versand bereit gestellte Teile im Wert von etwa 5000 Euro. Das ist besonders ärgerlich,« sagt Nehl, »weil ich vereinbarte Liefertermine nicht halten konnte.«

Im August vergangenen Jahres hatten Einbrecher das Unternehmen zum ersten Mal heimgesucht. Damals seien nur ein paar hundert Euro Bargeld verschwunden. »Vielleicht haben sich die Täter damals genau umgesehen, um sich auf einen weiteren Einbruch vorzubereiten.«

Im November musste die Polizei dann ein zweites Mal anrücken. Einbrecher hatten Metall im Wert von etwa 10 000 Euro mitgehen lassen. Die Vorgehensweise ähnelte sehr der vom vorerst letzten Einbruch. »Ich gehe davon aus, dass es die selben Täter waren,« sagte Andreas Nehl.

Die Überwachungskameras hatte er nach dem zweiten Vorfall installieren lassen. Ob sich die Investition vielleicht doch gelohnt hat, wird sich zeigen.

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