Spender erheben Vorwürfe gegen Trägerverein – Vorsitzender wehrt sich
Irritationen um Kältebus-Projekt

Bünde (WB). Was ist eigentlich aus dem Bünder Kältebus-Projekt geworden? Diese Frage stellen sich derzeit viele Menschen, die den Verein mit Geld- und Sachspenden unterstützt haben. Das WESTFALEN-BLATT hat recherchiert und auch mit dem Vorsitzenden Peter Keusgen gesprochen.

Dienstag, 01.03.2016, 07:49 Uhr aktualisiert: 01.03.2016, 09:54 Uhr
Spender erheben Vorwürfe gegen Trägerverein – Vorsitzender wehrt sich : Irritationen um Kältebus-Projekt
Symbolbild. Foto: dpa

Vor allem in den Sozialen Netzwerken wird aktuell viel über das Thema geschrieben. Demnach soll es in der Sache zu Ungereimtheiten gekommen sein. Auch über die Verwendung der eingegangenen Spenden wurde ausgiebig und kontrovers diskutiert. Nach Informationen dieser Zeitung sollen Mittel in Höhe von mehreren Tausend Euro an den Verein geflossen sein. Viele ehemalige Unterstützer sind sauer auf den Vorstand und befürchten – dem Vernehmen nach – nun das Scheitern des Projekts.

Der Bünder Peter Keusgen hatte den Verein »Kältebus Bünde« Anfang Januar dieses Jahres gegründet. Sein Ziel: Mit seinen Mitstreitern wollte der 29-Jährige einen ausrangierten Gelenkbus so umbauen, dass er Obdachlosen unter anderem eine Schlafunterkunft bietet, sie dort mit Essen und Kleidung versorgt werden. Als Projektstart wurde der 15. Februar anvisiert. Wo genau der zwischenzeitlich angeschaffte Gelenkbus Quartier beziehen sollte, stand seinerzeit noch nicht fest, allerdings zeigten die Städte Herford und Bielefeld schon damals kein Interesse.

Es wird weiter um Spenden geworben

Laut eines Spenders, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, soll es zu Irritationen im Zusammenhang mit dem Kältebusverein gekommen sein. Demnach wurden Belege für Ausgaben für den Bus nicht vorgelegt, es sei zu Widersprüchen gekommen, Mitglieder seien wieder aus dem Verein ausgetreten, notwendige Versammlungen sollen nicht stattgefunden haben. Zudem soll der Bus stark beschädigt sein.

Fest steht zumindest: Die ursprüngliche Internetseite des Vereins scheint gelöscht worden zu sein und ist derzeit nicht abrufbar. Über ein Internetportal wird allerdings weiter um Spenden für das Projekt geworben. Eine Facebookgruppe, in der sich Spender und Mitglieder koordiniert hatten, wurde ebenfalls aufgelöst.

Den ganzen Artikel lesen Sie am Dienstag im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bünde. 

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