Anwohner wollen rechtliche Schritte prüfen
Durchfahrtsverbot für Lkw aufgehoben

Bünde (WB). Eigentlich besteht für die Arndtstraße laut Beschilderung ein striktes Lkw-Durchfahrtsverbot. Dennoch brettern seit einigen Wochen 40-Tonner durch die Tempo-30-Zone, um das Neubaugebiet neben der Siedlung zu erreichen ( das WESTFALEN-BLATT berichtete ). Anwohner Jan Wilhelms ärgert sich darüber, dass die Lastwagen die frisch asphaltierte Straße »völlig kaputt machen.«

Freitag, 15.04.2016, 09:25 Uhr aktualisiert: 15.04.2016, 09:28 Uhr
Laut Beschilderung gilt in der Arndtstraße ein Lkw-Durchfahrtsverbot. Die Stadt möchte die Schilder bald entfernen lassen. Foto:
Laut Beschilderung gilt in der Arndtstraße ein Lkw-Durchfahrtsverbot. Die Stadt möchte die Schilder bald entfernen lassen.

Er hat sich mit einer Beschwerde an die Stadt gewandt. »Doch da ist man völlig uneinsichtig. Anstatt die Lkw, die trotz des Verbots durch unsere Straße fahren, an der Durchfahrt zu hindern, will die Verwaltung das Durchfahrtsverbot aufheben. Am Telefon hat man mir gesagt, es sei gewollt, dass der Schwerlastverkehr durch unsere Straße führt, weil alle Straßen gleichmäßig kaputt gefahren werden müssten«, so Wilhelms, der hierin einen ungeheuren Fall von Steuerverschwendung sieht. Er hatte deshalb seinen Wohnwagen und sein Auto so vor seiner Haustür geparkt, dass keine Laster mehr passieren konnten.

Die Stadt hat prompt reagiert und ein absolutes Halteverbot angeordnet. Auf Anfrage bestätigte die Verwaltung gestern, dass das Lkw-Durchfahrtsverbotsschild heute entfernt werden soll, genau wie die Verbotsschilder im Bereich des Dünner Kirchwegs. Dies trage dazu bei, dass »eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Schwerlastverkehrs in dem betroffenen Bereich« herbeigeführt werde.

Die absoluten Halteverbote seien von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet worden, um im Bereich der Arndtstraße ein ungehindertes Hinein- und Ausfahren zu gewährleisten. Die Stadt sei als Straßenbaulastträger verkehrssicherungspflichtig. Falls durch den Schwerlastverkehr Schäden entstünden, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, würden diese von der Stadt behoben. Derartige Instandsetzungsarbeiten seien für die Anwohner nicht mit einer Beitragspflicht verbunden.

Die Anwohner wollen die Rücknahme des Lkw-Durchfahrtsverbots nicht einfach so hinnehmen. »Wir werden nun beraten, ob wir einen Rechtsanwalt einschalten«, kündigte Jan Wilhelms an.

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