Ennigloh oder Bünde-Mitte? Bürger sollen beteiligt werden
Freibad: Drei Alternativen werden geprüft

Bünde (WB/KaB). Wäre ein Freibad auf der Außenfläche neben der Bünder Welle in Ennigloh mit Blick auf den Lärmschutz prinzipiell realisierbar und wie hoch wären die Kosten? Diese Frage soll nun ein Sachverständiger klären. Parallel dazu soll geklärt werden, wie teuer eine Sanierung des 50-Meter-Beckens in Bünde-Mitte sowie ein 25-Meter-Becken in Bünde-Mitte wären.

Mittwoch, 11.05.2016, 09:43 Uhr aktualisiert: 11.05.2016, 15:18 Uhr
Der Bünder Sprungturm kann aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden. Foto: Kathrin Brinkmann
Der Bünder Sprungturm kann aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden.

»Kirchlengern hat entschieden, am Standort des Aqua Funs ein neues Frei- und Hallenbad zu bauen. Aus meiner Sicht ist ein gemeinsames Bad der Kommunen Bünde und Kirchlengern damit kein Thema mehr «, stellte Bürgermeister Wolfgang Koch zu Beginn der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend klar.

Das Bünder Freibad habe erheblichen Sanierungsbedarf. »Wir haben nun die Pflicht und die Chance, ein zukunftsweisendes Sportangebot in Bünde auf den Weg zu bringen.« Koch betonte, dass es zunächst nötig sei, zu prüfen, ob ein Außenbecken neben der Bünder Welle realisierbar wäre. »Wenn aus Lärmschutzgründen diese Möglichkeit gar nicht erst in Betracht kommt, wissen wir Bescheid.«

Dieser Vorschlag allerdings ging den Fraktionen nicht weit genug. Georg Kruthoff (CDU) betonte, man sei sich interfraktionell einig gewesen, den Bürgern in Bünde ein Freibad bereitzustellen und habe dabei beschlossen, Ennigloh und Bünde-Mitte als gleichwertige Standorte nebeneinander zu prüfen. Wenn eine Machbarkeitsstudie für Ennigloh erstellt werde, müsse daher parallel eine Kostenschätzung für Bünde-Mitte erstellt werden. Und zwar sowohl für ein 50-Meter-Becken, als auch für ein 25-Meter-Edelstahl-Becken, das in das jetzige 50-Meter-Becken eingebaut werden soll. Allein schon, weil die Gutachten nicht vor Ende der Sommerferien fertig seien, müssten sie aus Gründen der Zeitersparnis parallel erstellt werden.

Martin Schuster (CDU) wies darauf hin, dass immer wieder Zweifel an den Zahlen des Gutachters aufgekommen seien. Dass ein 50-Meter-Becken laut Prova fast gleich teuer sein soll wie ein 25-Meter-Becken werfe Fragen auf. »Wir müssen vermeiden, dass wir auf Basis falscher Zahlen entscheiden.« Schuster forderte daher, einen anderen Bausachverständigen zu Rate zu ziehen, um Klarheit zu erhalten. Elmar Holstiege (Grüne) war es wichtig, die Bürger frühzeitig zu beteiligen. Auch Andrea Kieper (SPD) stimmte dem zu: »Das Bad, das wir planen, muss von den Bürgern angenommen werden. Es nützt nichts, wenn wir ein Bad bauen und die Bünder hinterher trotzdem zum Schwimmen nach Hiddenhausen oder ins Aqua Fun gehen.«

Die Politiker stimmten einstimmig dafür, die Kostenschätzungen und Machbarkeitsstudien für alle drei Außenbecken-Alternativen anfertigen zu lassen.

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