Diskussion über Regelung im Steinmeisterpark
Politik gegen Grillverbot

Bünde (WB). Soll im Steinmeisterpark das Grillen verboten werden? Darüber haben die Politiker am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss heftig diskutiert. Auch ein Verbot von Alkoholkonsum in dem Park stieß nicht bei allen auf Zustimmung.

Donnerstag, 12.05.2016, 09:31 Uhr aktualisiert: 12.05.2016, 09:35 Uhr
Die Politiker möchten, dass Bürger öffentliche Parks nutzen. Ein Grillverbot sei dafür nicht förderlich, entschieden sie. Foto: dpa
Die Politiker möchten, dass Bürger öffentliche Parks nutzen. Ein Grillverbot sei dafür nicht förderlich, entschieden sie. Foto: dpa

Grund für die Diskussion war eine neue Ordnungsbehördliche Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet, über die abgestimmt werden sollte. Die Verwaltung schlug vor, das Grillen sowie das Entfachen von Feuern in städtischen Anlagen und auf Verkehrsflächen generell zu verbieten. Das Trinken von Alkohol soll zudem verboten sein, wenn sich Passanten dadurch belästigt fühlen.

Elmar Holstiege (Grüne) wollte dies nicht einfach so hinnehmen: »Worin liegt beim Grillen im Park das öffentliche Ärgernis?«, wollte er wissen. »Darin, dass die Menschen dabei oft Müll hinterlassen, laute Musik hören oder Lärm machen«, erklärte Bürgermeister Wolfgang Koch.

Doch auch Martin Schuster (CDU) wollte sich damit nicht zufrieden geben. »Auf der einen Seite überlegen wir, wie wir Bünde attraktiv kriegen. Auf der anderen Seite soll man auf Plätzen wie dem Steinmeisterpark keinen Alkohol trinken, nicht grillen und keine Musik hören dürfen. Man kann doch stattdessen verbieten, Müll zu hinterlassen. Aber mit einem generellen Grillverbot verhindern wir ein Stück weit, dass man sich überhaupt auf öffentlichen Flächen aufhält.« Auf Antrag der Grünen wurde die Verordnung dahingehend geändert, dass das Grillen in öffentlichen Anlagen nicht generell untersagt wird. Mit zehn Ja-Stimmen und vier Enthaltungen stimmten die Politiker dem Vorschlag zu.

 

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