Mona Vogel und Stephan Kemner lassen sich am vermeintlichen Unglückstag trauen
Hochzeit am Freitag, den 13.

Bünde (WB). Eigentlich gilt Freitag, der 13., als Unglückstag. Trotzdem lassen sich im Bünder Standesamt am Freitag, 13. Mai 2016 gleich vier Paare trauen. Mona Vogel (28) und Stephan Kemner (34) sind eines dieser Paare. »Das ist ein super Tag zum Heiraten. Wir sind kein bisschen abergläubisch«, sagen die beiden.

Freitag, 13.05.2016, 10:51 Uhr aktualisiert: 13.05.2016, 10:54 Uhr
Passend zum Freitag, den 13., haben Mona Vogel (28) und Stephan Kemner (34) ihre Einladungskarten in Schwarz gestaltet. Dass das Hochzeitsdatum für die Ehe Unglück bringen könnte, daran glauben beide nicht. Foto: Kathrin Brinkmann
Passend zum Freitag, den 13., haben Mona Vogel (28) und Stephan Kemner (34) ihre Einladungskarten in Schwarz gestaltet. Dass das Hochzeitsdatum für die Ehe Unglück bringen könnte, daran glauben beide nicht. Foto: Kathrin Brinkmann

Eigentlich wollten die gelernte Einzelhandelskauffrau und der Zimmerer aus Bünde sich bereits eine Woche vorher das Ja-Wort geben. »Aber da war kein Termin mehr frei. Dass unser Hochzeitsdatum nun ausgerechnet auf Freitag, den 13., fällt, ist uns erst im Standesamt richtig bewusst geworden«, sagt Mona Vogel.

Der Bünder Standesbeamte Sascha Hildebrand hat beobachtet, dass Freitag, der 13., noch nie dafür gesorgt hat, dass sich an diesem Tag weniger Paare trauen lassen. »Vier Paare an einem Freitag sind bei uns das Maximum. Mehr würde gar nicht gehen. Das zeigt, wie beliebt das Datum ist«, sagt er.

Freunde und Verwandte von Mona Vogel und Stephan Kemner haben nach dem ersten Überraschungsmoment mit viel Begeisterung auf das Hochzeitsdatum reagiert: »Viele haben gesagt: Wow, ihr seid echt mutig, dass ihr das macht.« Brautvater Rainer Vogel sei besonders angetan gewesen: »Er hat gesagt, dass Freitag, der 13., schon ein Leben lang sein Glückstag war.«

Passend zum ausgefallenen Hochzeitstermin hat das Paar die Einladungskarten gestaltet. »Die sind schwarz mit zwei Fingerabdrücken drauf, die zusammen ein Herz bilden«, verrät die Braut. Immer wieder sei sie auf die schwarzen Karten angesprochen worden. »Viele fanden die Idee toll. Und jeder Zweite wollte wissen, ob das unsere Fingerabdrücke sind. Das ist aber nicht der Fall«, sagt Stephan Kemner.

Auch die Party der beiden soll eher unkonventionell gefeiert werden. »Wir heiraten nur standesamtlich. Danach geht es in die Brasserie am Stadtgarten. Es gibt keine Sitzordnung. Jeder kann anziehen, was er möchte – mit Ausnahme einer Jogginghose. Es soll einfach eine schöne Party mit Buffet und DJ werden«, sagt Mona Vogel.

Kennen gelernt hat sich das Paar vor vielen Jahren ebenfalls auf einer Party. Später nahmen die beiden über Facebook wieder Kontakt zueinander auf. »Seit zweieinhalb Jahren sind wir ein Paar. Den Heiratsantrag hat mir Stephan zu Silvester zwei Minuten vor dem Jahreswechsel gemacht. Er ist auf die Knie gegangen, als die ersten Raketen am Himmel zu sehen waren. Das war sehr romantisch.«

In anderen Ländern wäre Freitag, der 13., als Hochzeitstag übrigens völlig unproblematisch. In Italien zum Beispiel ist Freitag, der 17., gefürchtet, während in Griechenland Dienstag, der 13., für Aberglauben sorgt.

Auswertungen von Unfallstatistiken haben zudem ergeben, dass sich an einem Freitag, den 13., nicht mehr Unfälle ereignen, als an einem beliebigen anderen Freitag. Wer ebenfalls an einem Freitag, den 13., heiraten möchte, muss allerdings bis zum Januar 2017 warten. Während im Jahr 2015 nämlich gleich drei Mal der 13. auf einen Freitag fiel, ist dies in diesem Jahr nur heute der Fall.

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