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Fr., 29.07.2016

Diskussion um Wohnmobilplätze: Rüdiger Steinmeier plädiert für Fläche am Hallenbad »Ennigloh hat mehr Potenzial«

Rüdiger Steinmeier vor der Freifläche am Hallenbad im Ortsteil Ennigloh. Hier sei ein weitaus größeres Potenzial für Wohnmobil-Stellplätze, so seine Meinung. Dabei orientiert er sich an der Rila-Anlage in Stemwede-Levern.

Rüdiger Steinmeier vor der Freifläche am Hallenbad im Ortsteil Ennigloh. Hier sei ein weitaus größeres Potenzial für Wohnmobil-Stellplätze, so seine Meinung. Dabei orientiert er sich an der Rila-Anlage in Stemwede-Levern. Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Bünde (WB). Die Stadt Bünde für Wohnmobil-Touristen etwas attraktiver machen – das könnte mit einer Sanierungsmaßnahme gelingen, über die der Verkehrsausschuss im September beraten wird.

Wer derzeit mit seinem Wohnmobil in Bünde einen Stopp einlegen möchte, steuert in der Regel den Parkplatz hinter der Stadthalle an. Dort gibt es – je nach Größe des Mobils – bis zu fünf Stellplätze. Der Nachteil: Eine Ver- und Entsorgung für die Wohnmobile ist dort nicht möglich, Strom- und Wasseranschluss werden nicht zur Verfügung gestellt. Nur ein einzelnes Schild verweist auf Servicestationen im Stadtgebiet. Zudem befinden sich die Stellplätze hinter den regulären Pkw-Parkplätzen. Wer sie also ansteuert, muss erst mit viel Geschick durch relativ schmale Fahrzeuggassen fahren.

Sanierung im Teilbereich

Der Parkplatz soll nun in einem Teilbereich saniert werden. »Die ehemals asphaltierte Fläche im vorderen Bereich muss komplett erneuert werden«, sagt Dr. Andreas Siepenkothen, Technischer Beigeordneter der Stadt Bünde. Nicht erforderlich sei derzeit eine Sanierung der mit Blaubasalt gepflasterten Fläche – »die sieht gut aus.« Im Zuge der Baumaßnahmen, so Siepenkothen, würde es sich anbieten, die Stellplätze für Wohnmobile nach vorne auf die neu asphaltierte Fläche zu verlegen.

Stellplätze für Wohnmobile werden derzeit an der Stadthalle angeboten. Foto: Hilko Raske

Gleichzeitig könne man zumindest die Möglichkeit schaffen, um einen Wasser- und Stromanschluss zu installieren. Dabei würde es sich aber derzeit nur um Überlegungen handeln. »Das wäre aber im Sinne einer Attraktivitätssteigerung der Stadt Bünde.« Das Angebot richte sich dann an Wohnmobil-Nutzer, die für eine Nacht in Bünde bleiben wollten. »Wir haben schließlich nicht vor, mit regulären Campingplätzen in Konkurrenz zu treten.« Die Baumaßnahme, die schon im Haushalt enthalten sei, werde mit etwa 100 000 Euro zu Buche schlagen.

»Platz am Hallenbad bietet mehr Möglichkeiten«

Diese Vorschläge, die im September im Fachausschuss diskutiert werden sollen, reichen Rüdiger Steinmeier nicht weit genug. Steinmeier machte schon in der Vergangenheit auf sich aufmerksam, indem er die Landesgartenschau nach Bünde holen wollte. Generell sei gegen die Baumaßnahme nichts einzuwenden, so Steinmeier. »Ein viel größeres Potenzial für Wohnmobilnutzer hat allerdings der Bereich rund um das Hallenbad Ennigloh.« In vielen Gesprächen mit Wohnmobilisten habe er festgestellt, dass diese gern an zentral gelegenen Stellplätze, vorzugsweise in Autobahnnähe und in der Nachbarschaft von Hallen- oder Freibädern – »wegen der Freizeitbeschäftigung und Duschmöglichkeiten« – einen Zwischenstopp einlegen würden.

20 Stellplätze möglich

Direkt rechts neben dem Hallenbadeingang gebe es eine städtische Freifläche, die sich hervorragend eignen würde, um hier durchaus 20 oder mehr Stellplätze anzulegen, die dann unter anderem über eine Wasser- und Stromversorgung sowie eine W-LAN-Verbindung verfügen sollten. Von der Gestaltung her orientiere er sich dabei an dem, was die Erlebnisgastronomie Rila in Stemwede-Levern geschaffen habe. »Hier könnte man in einen ähnlich attraktiven Stellplatzbereich investieren, der beispielsweise eine kulinarische Anbindung zum Gasthof ›Leib und Seele‹ hat.«

Die Betreuung und die Kassengeschäfte könnten über die Hauptkasse des Hallenbades laufen. Für Wohnmobilisten sei ein Stellplatz an dieser Stelle attraktiv, weil das Hallenbad direkt davor liege und das Naherholungszentrum Dustholz sowie weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten fast unmittelbar angrenzten. »Zu nennen sind zwei Sportplätze, eine Reithalle, eine Minigolfanlage und ein Kinderspielplatz. Und in Richtung Schulzentrum gibt es weitere Spiel- und Sportstätten.«

Durch das nahe gelegene Dustholz gebe es gute Möglichkeiten für Jogging, Walking, Skater und Fahrradfahrer. Für Radfahrer und Wanderer könne man Direktverbindungen zu Ausflugszielen wie dem Hücker Moor ausschildern. Auch für den ehemaligen Saunabereich des Hallenbades hat Steinmeier eine Idee: »Man müsste den alten Außenzugang wieder zugänglich machen, im Saunabereich Duschen aktivieren sowie Waschmaschinen und Trockner aufstellen«.

Steinmeier hofft nun, dass seine Vorschläge im Fachausschuss Gehör finden werden.

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