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Mi., 03.08.2016

Standfläche für Wohnmobile: Ludwig Sieker nennt neue Variante Stellplatz statt Spielplatz

Ludwig Sieker vor der Fläche des Spielplatzes an der Postfiliale. Kinder, die hier spielen, sind nicht in Sicht. In seiner Hand ein Handy mit einer Wohnmobil-App, in der die jetzigen Parkplätze für Wohnmobile nicht sonderlich gut abschneiden.

Ludwig Sieker vor der Fläche des Spielplatzes an der Postfiliale. Kinder, die hier spielen, sind nicht in Sicht. In seiner Hand ein Handy mit einer Wohnmobil-App, in der die jetzigen Parkplätze für Wohnmobile nicht sonderlich gut abschneiden. Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Bünde (WB). Die Diskussion um mögliche Stellplätze für Wohnmobile geht in die nächste Runde. Nachdem Rüdiger Steinmeier sich für einen Standort am Hallenbad ausgesprochen hatte, zeigt Ludwig Sieker, bekennender Wohnmobilist und Bünder Geschäftsmann, eine Alternative auf.

»Ennigloh ist zu weit ab vom Schuss.«

» Rüdiger Steinmeier hat Recht, wenn er sagt, dass Bünde derzeit überhaupt kein verlockendes Angebot für Wohnmobilisten bereithält . Und auch was die Ausstattung betrifft, die so ein Stellplatz vorweisen müsste, stimme ich mit ihm vollkommen überein«, erklärt Sieker. Allerdings: »Der von Rüdiger Steinmeier favorisierte Standort am Hallenbad kann mich als Wohnmobilisten nicht begeistern. Der Grund ist ganz einfach: Ennigloh ist zu weit ab vom Schuss.« Aus eigener Erfahrung wisse er, wie Wohnmobilisten ticken.

Stellplätze in der Nähe zum Ortskern

»Wenn ich einen Stellplatz ansteuere, will ich nicht erst etliche Kilometer laufen müssen, bevor ich den Stadtkern mit seinen vielfältigen Angeboten erreiche.« Eine Bäckerei müsse in der Nähe sein, Restaurants in der Nachbarschaft wären ein großer Vorteil. Und auch eine Fußgängerzone, Radwege und kulturelle Einrichtungen wie beispielsweise Museen hätten ihren Reiz.

»Wir sprechen also von einem Standort im Innenstadtbereich. All diese Qualitäten weist der Spielplatz gleich neben dem Gelände der Postfiliale auf. Dieser Spielplatz wird so gut wie gar nicht von Kindern genutzt, ist aber trotzdem so zentral, dass praktisch alles zu Fuß von hier aus erreicht werden kann.«

Zuwegung über Bismarckstraße

Eine Zuwegung, da ist Ludwig Sieker sich sicher, lasse sich problemlos von der Bismarckstraße realisieren, Anschlüsse für Ver- und Entsorgungsstationen gebe es in der Nähe. Die Kosten dürften im überschaubaren fünfstelligen Bereich liegen, zwölf Stellplätze wären aus seiner Sicht problemlos möglich. »Und wenn die Stadt dann Standgebühren nimmt, dürfte sie in einer überschaubaren Zeitspanne die Kosten wieder reingeholt haben.« Und was sagt Sieker dazu, dass sich unter dem Gelände eine alte Mülldeponie befindet? »Das ist mir bekannt. Aber es kann mir keiner erzählen, dass man hier einen Spiel- und Bolzplatz für Kinder anlegen darf, aber ein komfortabler Stellplatz für Wohnmobile nicht möglich sein soll.«

Kritik an Projekt hinter der Stadthalle

Bereits vor einem Jahr habe er den Technischen Beigeordneten der Stadt, Dr. Andreas Siepenkothen, darauf hin angesprochen. »Anstoß waren die Planungen von Dr. Siepenkothen, die die alten Stellplätze auf dem Stadthallen-Parkplatz betreffen.« Von dessen Idee, diese vier Stellplätze von der Grünfläche nach vorne auf eine neu zu asphaltierende Fläche zu verlegen, hält Sieker nichts. »Wenn die Wohnmobile so weit vorne stehen, werden die Autos Probleme haben, dran vorbei zu fahren. Der Parkplatz dort ist ja immer knüppelvoll. Und generell ist der Stadthallen-Parkplatz viel zu laut – Wohnmobilisten lieben es ruhiger.«

Nur mäßige Bewertungen

In einer der führenden Wohnmobil-Apps würden die Stellflächen an der Stadthalle nicht sonderlich gut abschneiden. »In den vergangenen vier Jahren hat es überhaupt nur zwei Bewertungen gegeben. Ein Nutzer meint, dass es für eine Nacht okay sei, ein anderer weist darauf hin, dass Bünder Wohnmobilisten hier ihre Fahrzeuge dauerhaft abgestellt hätten und es durch ein Konzert in der Stadthalle am Wochenende auch viel zu laut gewesen sei.«

Inzwischen habe er seine Idee auch den Vorsitzenden der großen Ratsfraktionen vorgetragen – und ist gespannt darauf, wie die Politik nun reagieren wird.

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