Nach Fahrt in Menschenmenge: Beschuldigter äußert sich nicht
Anwalt: »Kein Tötungsvorsatz«

Bünde (WB/sal). Der 46-Jährige, der in den frühen Morgenstunden des vergangenen Samstags im Hinterhof eines Bünder Nachtclubs mit einem VW Passat absichtlich in die Teilnehmer einer Geburtstagsgesellschaft gefahren sein soll, hat sich bislang zum Tatvorwurf nicht geäußert. Bei dem Vorfall gab es mehrere Verletzte.

Mittwoch, 31.08.2016, 07:00 Uhr aktualisiert: 01.09.2016, 18:50 Uhr
Im Hinterhof dieses Nachtclubs an der Bahnhofstraße war der Passat in die Geburtstagsgesellschaft gefahren. Foto: Daniel Salmon
Im Hinterhof dieses Nachtclubs an der Bahnhofstraße war der Passat in die Geburtstagsgesellschaft gefahren. Foto: Daniel Salmon

Wie berichtet wird gegen den Mann wegen versuchten Mordes in fünf Fällen ermittelt. »Er macht von seinem Schweigerecht Gebrauch«, sagte Staatsanwalt Veit Walter am Dienstag auf Anfrage.

»Mein Mandant hatte vor dem Vorfall massiv Alkohol und illegale Drogen konsumiert. Er hat starke Erinnerungslücken«, erklärte Detlev Binder, der Strafverteidiger des 46-Jährigen. Der Rechtsanwalt ist sich sicher, das die Blutprobe, die dem Beschuldigten nach der vermeintlichen Amokfahrt entnommen wurde, entsprechende Hinweise liefert. Binder: »Der Vorfall wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Wenn wir das Video ausgewertet haben, werden wir hoffentlich Angaben zu den Hintergründen des Tatgeschehens machen können.«

Der Rechtsanwalt glaubt, dass die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen seinen Mandanten dann auch nicht mehr aufrecht erhalten werden können. »Es gab keinen Tötungsvorsatz. Das halte ich für zu hoch gehängt. Er ist nur mit geringer Geschwindigkeit in die Gruppe gefahren. Da kann man meinem Mandanten nicht unterstellen, dass er jemanden töten wollte«, so Binder.

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