Eventmanagerin Nadine Alisch favorisiert Rathausplatz als Standort
Eisbahn-Pläne: Zwei Varianten liegen vor

Bünde (WB). Steinmeisterpark oder Rathausplatz: Wo soll in diesem Winter in Bünde eine Eisbahn aufgebaut werden? Für beide Varianten liegen der Stadtverwaltung mittlerweile entsprechende Anträge vor.

Mittwoch, 21.09.2016, 09:00 Uhr
Würden zur Weihnachtszeit gerne auf dem Rathausplatz eine Kunsteisbahn errichten: Eventmanagerin Nadine Alisch (vorne) sowie die Schausteller Bärbel Herold, Claudia Marx, Wolfgang Herold, Lore und Giovannni Montinaro sowie Fabrizio Corigliano. »Wir suchen noch Sponsoren für die Bahn. Interessierte können sich gerne bei mir melden«, sagt Nadine Alisch. Foto: Daniel Salmon
Würden zur Weihnachtszeit gerne auf dem Rathausplatz eine Kunsteisbahn errichten: Eventmanagerin Nadine Alisch (vorne) sowie die Schausteller Bärbel Herold, Claudia Marx, Wolfgang Herold, Lore und Giovannni Montinaro sowie Fabrizio Corigliano. »Wir suchen noch Sponsoren für die Bahn. Interessierte können sich gerne bei mir melden«, sagt Nadine Alisch. Foto: Daniel Salmon

Bereits bekannt war der breiten Öffentlichkeit bislang, dass Schausteller und »Tiki-Bar«-Betreiber Patrik Weber gerne im Park ein »Winter Wonderland« errichten würde (diese Zeitung berichtete). Von Dezember bis Ende Februar könnten dort Schlittschuhläufer auf einer 20 mal 10 Meter großen Kunststoffeisbahn ihre Runden ziehen. Zudem möchte er eine Almhütte aufbauen. An weiteren Ständen auf dem Areal sollen Getränke und auch Speisen verkauft werden.

Eine Alternative zu diesen Plänen bringt nun aber die Bünder Eventmanagerin Nadine Alisch mit ihrer Unterstützergruppe ins Gespräch. »Wir favorisieren als Standort für eine Eisbahn den Rathausplatz«, sagte die 35-Jährige im Gespräch mit der BÜNDER ZEITUNG. Bereits seit längerem feilt sie an einem entsprechenden Konzept. »Die Eisfläche wäre 15 mal 15 Meter groß. Und es würde sich um Kunsteis handeln. Das muss zwar gekühlt werden, ist aber mit normalen Schlittschuhen befahrbar«, sagt Alisch. Aufgebaut werden könnte die Arena direkt im Anschluss an den Weihnachtsmarkt »Ein Weihnachtsbaum für Bünde«. »Die könnte dann bis zum 30. Januar dort stehen bleiben«, so die Eventmanagerin.

Laut ihrer Aussage, habe Alisch die Idee bereits im Januar auf einer Weihnachtsbesprechung vorgestellt: »Den Wunsch nach einer Eisbahn für Bünde gibt’s aber schon länger.« Dass Patrik Weber nun eine Eisbahn im Park errichten möchte, habe sie »etwas überrumpelt«.

Rückendeckung für ihre Pläne bekommt die 35-Jährige von den Schaustellern, die am Rathaus- und Museumsplatz zur Adventszeit ihre Buden aufstellen. Sie versprechen sich von der Eisbahn eine Belebung der Innenstadt.

»Und so ein Angebot wäre auch gut für den Einzelhandel. Dann kommt Leben in die Stadt. Vor allem der Januar ist eine schwierige Zeit für die Kaufleute«, sagt Claudia Marx, die um Weihnachten in der Stadt einen Imbissstand betreibt. Eine Eisbahn im Park sehen Alisch und ihre Mitstreiter übrigens kritisch. »Dann würden die Leute dort hingehen und die City wäre leer«, befürchten sie.

Finanziert würde das Eisbahnprojekt auf dem Rathausplatz durch Sponsoring. Sollten sich genug Geldgeber finden, wäre die Nutzung der Bahn auch kostenlos. Laut Alisch gebe es bereits mehrere Interessenten, die ihre Pläne unterstützen würden – insofern die Stadtverwaltung grünes Licht gibt.

»Derzeit werden beide Anträge geprüft«, sagte Erster Beigeordneter Günther Berg gestern auf Anfrage. Eine Entscheidung solle zeitnah fallen. Berg stellte aber auch klar: »Zwei Eisbahnen in Bünde machen keinen Sinn.«

Pläne für Rodelpiste zunächst gestoppt

Sie war einer der Publikumsmagneten im weihnachtlichen Bünde im Vorjahr und vor allem bei Kinder beliebt: Die gut 20 Meter lange Rutschbahn entlang der Mauer zur Laurentiuskirche. 30 Kubikmeter Kunstschnee wurden dafür auf der dortigen Treppe aufgehäuft.

Und auch in diesem Jahr könnte es am vierten Adventswochenende wieder für vier Tage eine Rodelbahn geben. An den Wochenenden vorher könnten dann ein Eiskletterturm und eine Bahn zum Eisstockschießen die Attraktivität des Areals steigern. »Allerdings liegen diese Pläne derzeit auf Eis«, sagt Ralf Grund vom Bünder Stadtmarketing. Zumindest bis im Rathaus über die Standorte der Eisbahn entschieden ist. Denn sollte die Wahl auf den Rathausplatz fallen, würden diese Angebote in Konkurrenz zu der möglichen Kunsteisarena stehen.

 

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