Rat spricht sich einstimmig für Ankauf aus – Kaufpreis beläuft sich auf 283.500 Euro
Stadt soll Bahnhofsgebäude kaufen

B ünde (WB). Die Stadt Bünde wird das in die Jahre gekommene Bahnhofsgebäude kaufen. Dafür hat sich der Rat am Donnerstagabend einstimmig ausgesprochen. 283.500 Euro fordert die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft, die sich um die Vermarktung des Objektes kümmert, von der Kommune, die ein Vorkaufsrecht für das Gebäude besitzt. Hinzu kommen Umsatzsteuer und Grunderwerbskosten.

Sonntag, 02.10.2016, 08:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2016, 10:22 Uhr
Ob die Bahn auch künftig einen Fahrkartenschalter im Bahnhofsgebäude vorhalten wird, darüber muss noch verhandelt werden. Fest steht seit Donnerstagabend nur, dass sie Stadt Bünde das Gebäude kaufen wird. Foto: Daniel Salmon
Ob die Bahn auch künftig einen Fahrkartenschalter im Bahnhofsgebäude vorhalten wird, darüber muss noch verhandelt werden. Fest steht seit Donnerstagabend nur, dass sie Stadt Bünde das Gebäude kaufen wird. Foto: Daniel Salmon

Geplant ist, dass der Kauf über die Kommunalbetriebe erfolgt. »Wir sind froh, dass der Ankauf nun endlich getätigt werden kann und dass man erkannt hat, welches Potenzial er birgt. Das Gebäude ist das Eintrittstor in die Stadt. Der Kauf wird eine positive Wirkung für das ganze Quartier haben«, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kieper.

Georg Kruthoff (CDU) erklärte, die CDU stimme ebenfalls geschlossen für den Kauf, »in der Hoffnung, dass wir anschließend etwas Gescheites draus machen.«

Stefanie Janßen (Grüne) sagte, die Grünen sprächen sich einstimmig für den Erwerb des Bahnhofsgebäudes aus, »um zu vermeiden, dass das Gebäude ein Spekulationsobjekt wird und wir nicht mehr entscheiden können, was dort geschieht.« Armin Kuschel (UWG) sah den Erwerb nur als »zweitbeste Lösung« an. »Die erstbeste Lösung, ein Privatinvestor, der Interesse bekundet hat, hat sich aber leider zerschlagen.« Deswegen stimme auch die UWG für den Kauf. Man solle die Bahn jedoch dazu verpflichten, zuvor die Technik aus dem Haus zu nehmen. Ernst Tilly (FDP) sah den Bahnhof nicht nur als »Einfallstor für die Stadt« an, sondern noch wichtiger sei es, »für die große Zahl an Bahnreisenden eine vernünftige Lösung zu haben im Blick auf die Nutzung des Gebäudes, auf die Parksituation sowie auf die Anbindung des Busbahnhofs.«

Tilly sah es auch als wichtig an, mit der Bahn darüber zu verhandeln, dass in dem Gebäude ein persönlicher Fahrkartenverkauf bestehen bleibt. »Viele Ältere kommen mit den komplizierten Fahrkartenautomaten nicht zurecht«, sagte er.

Bürgermeister Wolfgang Koch betonte, der Stadt liege bisher lediglich das »nackte Kaufangebot« vor, noch keine Vertragsdetails. Was die Technik oder Zusagen der Bahn als Mieter zum Fahrkartenverkauf angehe, habe es noch keine Gespräche gegeben. Dennoch sprachen sich die Politiker einstimmig für die Grundsatzentscheidung aus, den Bahnhof zu kaufen.

In der Vergangenheit hatte die Stadt bereits mehrfach betont, Interesse daran zu haben, einen Kiosk und einen Bäckerladen im Bahnhofsgebäude zu behalten.

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