Spaziergänger kann Jungtier trotz schneller Hilfe nicht retten
Rehbock verendet in Stromzaun

Bünde (WB). Ein junger Rehbock hat sich am Freitagnachmittag in einem Stromzaun nahe der Nienburger Straße im Bruch verfangen. Obwohl Spaziergänger Hans-Walter Becker die Schreie des Tieres hörte und sofort zu Hilfe eilte, starb das Reh etwa 15 Minuten, nachdem es aus dem Zaun befreit wurde.

Samstag, 26.11.2016, 06:00 Uhr aktualisiert: 26.11.2016, 16:22 Uhr
Der Rehbock hat sich im Stromzaun verfangen. Foto: Hans-Walter Becker
Der Rehbock hat sich im Stromzaun verfangen. Foto: Hans-Walter Becker

»Es war schrecklich. Die Schreie des Tieres waren markerschütternd. Auch die Schafe haben mitgeschrien. So etwas habe ich noch nie zuvor gehört«, erklärte Becker. Er vermutet, dass der Rehbock von mehreren Hunden über die Wiese gehetzt wurde und sich dann in dem Zaun verfing. »Was die Todesursache war, weiß ich nicht. Äußerlich konnte ich keine Verletzungen sehen, aber ich habe mehrere Stromschläge bekommen, als ich das Reh befreit habe. Vielleicht ist das Tier daran gestorben«, mutmaßt er.

Jagdpächter Tobias Meyer erklärte auf Anfrage, dass es allein in Hunnebrock zwei bis drei Mal im Jahr vorkomme, dass Rehe von Hunden zu Tode gehetzt werden. Er appelliert an alle Hundehalter, ihre Tiere an die Leine zu nehmen.

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