Nach Kritik durch Verdi: verkaufsoffene Sonntage nur noch in der Kernstadt
Nicht alle Geschäfte geöffnet

Bünde  (WB). Die Kritik der Gewerkschaft Verdi an den verkaufsoffenen Sonntagen in Bünde dürfte für etliche Geschäfte im Stadtgebiet Konsequenzen haben. Geschäfte am Stadtrand werden künftig nicht mehr öffnen dürfen, sondern nur Läden in einer genau definierten Lage in der Innenstadt.

Dienstag, 10.01.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 11.01.2017, 17:15 Uhr
Künftig nur noch in der Innenstadt: Verkaufsoffene Sonntage müssen räumlich begrenzt werden.

Grund: Ladenöffnungen sind auf das Umfeld der Veranstaltung zu begrenzen, bei denen verkaufsoffene Sonntage als zusätzliche Angebote stattfinden. Und dieses Umfeld muss durch den Ausrichter der verkaufsoffenen Sonntage, die Handel Bünde GbR, exakt festgelegt werden. Das bestätigte jetzt Georg Kruthoff , Geschäftsführer der Handel Bünde GbR. »Um zu vermeiden, dass die Gewerkschaft vor einem Verwaltungsgericht Klage gegen unsere verkaufsoffenen Sonntage einreicht, orientieren wir uns genau an den Vorgaben des Gesetzgebers.«

Bereich genau festgelegt

Für alle vier Termine – 5. März, 21. Mai, 17. September und 3. Dezember – habe man deshalb im Antrag, der bei der Stadtverwaltung eingereicht wurde, konkret die Bereiche genannt, in denen die eigentliche Veranstaltung stattfinden würde. »Es handelt sich in allen vier Fällen um die Eschstraße von Steinmeisterstraße bis Bahnhofstraße , die Bahnhofstraße von Museumsplatz bis Wasserbreite, zur Fußgängerzone gehörende Seitenstraßen wie Wehm- und Elysiumstraße sowie Teilbereiche der Bismarck- und Kaiser-Wilhelmstraße.« Das würde bedeuten, so Kruthoff, dass alle Geschäfte in Fachmarktzentren wie zum Beispiel im Münchow-Park Spradow, im Kreuzungsbereich Wasserbreite/Bismarckstraße oder auch Baumärkte an der Herforder und Osnabrücker Straße nicht darunter fallen. »Das ist leider nicht zu ändern«, so der Geschäftsführer. In dem vorgesehenen Bereich würden nicht nur die Feste veranstaltet, die durch verkaufsoffene Sonntage ergänzt würden, sondern seien auch die 52 Mitglieder der Handel Bünde GbR ansässig. »Als Geschäftsführer von Handel Bünde fühle ich mich natürlich den Interessen unserer Mitglieder verpflichtet«, sagt Kruthoff.

»Keine Anlässe extra geschaffen«

Und auch mit Blick auf die eigentlichen Veranstaltungen betont Kruthoff, dass sie nicht nur als Anlass für den verkaufsoffen en Sonntag geschaffen wurden. Vielmehr würden die Geschäfte nur als zusätzliches Angebot an diesen Tagen geöffnet haben. So werde am 5. März das Jubiläum der Neugestaltung von Bahnhof- und Eschstraße gefeiert. »Das traditionelle Frühlingsfest am 21. Mai wird von der Stadt veranstaltet, ist seit jeher gut besucht.« Der 17. September sei der Weltkindertag, an dem schon seit Jahren ebenfalls von der Stadt für Kinder in der Fußgängerzone ein umfassendes Veranstaltungsangebot bereitgehalten werde. Und der 3. Dezember falle zusammen mit dem Weihnachtsmarkt. »Der wird von Vereinen in Eigeninitiative ausgerichtet.«

Rat entscheidet

Im Antrag der Handel Bünde GbR, über den Fachausschuss und Rat befinden müssen, habe man noch einmal nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die verkaufsoffenen Sonntage nur eine Angebotsergänzung und nicht die eigentliche Veranstaltung seien.

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