Leitungsteam für neue Gesamtschule vorgestellt – Genehmigung steht noch aus
Forscherhaus: bereits 30 Anmeldungen

Bünde (WB). Die Planungen für die neue Forscherhaus-Gesamtschule laufen auf Hochtouren: 30 Anmeldungen liegen vor, in diesem August sollen die ersten Fünftklässler eingeschult werden, das Schulleiterteam steht bereits fest. Allerdings: Die Genehmigung der Einrichtung durch die Bezirksregierung Detmold steht noch aus.

Dienstag, 07.02.2017, 14:10 Uhr aktualisiert: 07.02.2017, 14:12 Uhr
In der auslaufenden Hauptschule soll die Forscherhaus-Gesamtschule im August zweizügig an den Start gehen. Foto: Daniel Salmon
In der auslaufenden Hauptschule soll die Forscherhaus-Gesamtschule im August zweizügig an den Start gehen. Foto: Daniel Salmon

Bereits im vergangenen November seien die entsprechenden Unterlagen nach Detmold geschickt worden, erklärte gestern Elgin Willmann , Geschäftsführerin der gemeinnützigen Forscherhaus-Bildungsgesellschaft mbH. »Das ist nichts Ungewöhnliches. Wir erwarten die Genehmigung bis spätestens zum Frühsommer. Unsere Planungen beeinträchtigt das allerdings nicht.« Die Diplom-Kauffrau räumt aber ein: »Natürlich besteht ein geringes Restrisiko, dass die Genehmigung nicht erteilt wird. Wir gehen aber davon aus, dass alles positiv verläuft.« Zumal der Bünder Schulausschuss das Vorhaben unlängst gut geheißen habe.

Als Standort für die neue Gesamtschule ist –wie mehrfach berichtet – das Gebäude der auslaufenden Hauptschule vorgesehen. Willmann: »Bis 2021 werden wir uns das Gebäude teilen.« Der Komplex an der Heidestraße sei in einem guten Zustand. »In den Sommerferien müssten wir nur einige kleinere Verschönerungsarbeiten durchführen«, sagt die Geschäftsführerin. Zur Höhe der Investitionen für das Gebäude, das von der Kommune angemietet wird, machte sie keine Angaben.

Zwei fünfte Klassen geplant

Geplanter Start für den Schulbetrieb ist das kommende Schuljahr 2017/18– zunächst mit zwei fünften Klassen á 25 Kinder. »20 weitere Mädchen und Jungen können also noch angemeldet werden«, sagt Willmann. Das Gros der bisherigen Anmeldungen komme aus dem gesamten Kreisgebiet, mit Bünde als Schwerpunkt.

Gearbeitet werden soll an der Gesamtschule, an der nach neun Jahre auch das Abitur abgelegt werden kann, auf der Grundlage eines besonderen pädagogischen Konzepts, das auf Erkenntnissen der Lernpsychologie basiert. »Neben den Lehrplänen des Landes NRW steht das Lernen in Zusammenhängen in Verbindung mit dem aktiven Handeln der Schüler im Vordergrund«, sagt Elgin Willmann. Zudem gebe es einige Besonderheiten: »Im Unterricht wird es jeweils eine zusätzliche Fachkraft geben.« Dazu werde Wert auf fächerverbindenden Unterricht gelegt, die individuelle Forderung und Förderung der Schüler soll im Vordergrund stehen. Einmal pro Woche sei nachmittags Projektarbeit geplant. Mehrere Infotermine für interessierte Eltern sind noch geplant.

83 Prozent der Unterhaltskosten für die Ersatzschule übernimmt das Land NRW. Der Rest soll aus Spenden und den Elternbeiträgen finanziert werden. Nach jetzigem Stand soll dieser 150 bis 170 Euro monatlich betragen.

Zum Start soll das Kollegium aus sieben Lehrkräften bestehen – dazu kommen die beiden pädagogischen Fachkräfte pro Klasse. Geleitet werden soll die Gesamtschule von Frank Loddemann (36), der bereits an Gymnasien und Gesamtschulen unterrichtet hat. Ihm zur Seite wird mit Reinold Stücke (73) ein erfahrener Pädagoge stehen, der bereits eine Ersatzschule – das Mauritius-Gymnasium in Büren – geleitet hat.

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