Betrunkener randaliert an Tankstelle und wird später von der Polizei in Enger gestellt
32-Jähriger schlägt Kassiererin

Bünde (WB). Zuerst sorgte ein 32-Jähriger am Montagabend für Stunk an einer Tankstelle, soll unter anderem eine Angestellte geschlagen haben. Einige Stunden später trafen Polizeibeamte bei einer Verkehrskontrolle erneut auf den Bünder: Betrunken und ohne Führerschein steuerte er seinen Touareg durch Enger.

Donnerstag, 09.02.2017, 07:30 Uhr aktualisiert: 09.02.2017, 09:45 Uhr
An dieser Tankstelle an der Herforder Straße soll der Mann eine Angestellte geschlagen haben, eine aufmerksame Zeugin ging dazwischen. Foto: Daniel Salmon
An dieser Tankstelle an der Herforder Straße soll der Mann eine Angestellte geschlagen haben, eine aufmerksame Zeugin ging dazwischen. Foto: Daniel Salmon

Den Rest der Nacht musste der bereits polizeibekannte Mann dann in einer Zelle der Bünder Wache verbringen. »Zur Ausnüchterung und um die Begehung weiterer Straftaten zu verhindern«, wie Steven Haydon , Sprecher der Herforder Kreispolizeibehörde , gestern mitteilte.

Zeugin greift ein

Die erste, dem 32-Jährigen zur Last gelegte Tat, soll sich nach Auskunft des Beamten am späten Montagabend zugetragen haben – an der Herforder Straße in Bünde. Etwa gegen 22 Uhr wurde die Polizei zu einer Tankstelle gerufen. Dort soll der Beschuldigte mit einer Angestellten (22) in Streit geraten sein und die junge Frau geschlagen haben. Der Auslöser für den Konflikt ist nicht bekannt.

Die Auseinandersetzung wurde von einer 26-jährigen Bünderin beobachtet. Diese zeigte Zivilcourage, eilte der Tankstellenmitarbeiterin zur Hilfe. Es kam zu weiteren Handgreiflichkeiten bei denen auch die Zeugin von dem Bünder angegangen worden sein soll.

Die Streifenbeamten erteilten dem 32-Jährigen einen Platzverweis, nahmen zudem eine Anzeige wegen Körperletzung auf. Bereits zu diesem Zeitpunkt soll der Mann unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben.

Betrunken in Verkehrskontrolle

Noch in der selben Nacht geriet der Bünder erneut mit dem Gesetz in Konflikt. Etwa gegen 3 Uhr am frühen Dienstagmorgen wurde der 32-Jährige im Zuge einer Verkehrskontrolle von einer Streifenwagenbesatzung angehalten. Auf der Herforder Straße unweit der Einmündung zur Wördebrinkstraße stoppten die Beamten seinen VW Touareg. Sie stellen fest: Der Mann war betrunken in seinem Auto unterwegs. »Und außerdem hat er noch nicht mal eine Fahrerlaubnis«, fügte Polizeisprecher Haydon an.

Auf richterliche Anordnung wurde dem Bünder daraufhin eine Blutprobe entnommen. Zu der bereits in Zusammenhang mit der körperlichen Auseinandersetzung an der Tankstelle angefertigten Anzeige kommen nun weitere Straftatbestände hinzu: Fahren ohne Führerschein und Fahren unter Alkoholeinfluss.

Zivilcourage: Das rät die Polizei

Wie sollten sich Bürger verhalten, die Zeugen einer Straftat werden und einem Geschädigten helfen wollen – also Zivilcourage an den Tag legen. Der Herforder Polizeisprecher Steven Haydon rät in diesem Zusammenhang: »Wählen Sie den Notruf der Polizei, sprechen Sie aktiv mögliche weitere Zeugen an und fordern diese um Mithilfe.«

Der Beamte appelliert allerdings, dass man nur eingreifen sollte, wenn auszuschließen sei, dass man sich dadurch selbst in Gefahr bringt. Haydon warnt couragierte Bürger daher, kein »falsches Heldentum« an den Tag zu legen. Weiterhin rät er, sich um die Opfer einer möglichen Straftat zu kümmern. Außerdem sollte man sich Details der Tat und Tätermerkmale merken.

»Sprechen sie zudem die Polizei an und geben sie sich als Zeuge zu erkennen«, so Polizeisprecher Haydon weiter.

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