Nach Brand in Fleischerei: Produktion und Verkauf ausgesetzt
Belegschaft im Zwangsurlaub

Bünde  (WB). Nach dem Brand in der Fleischerei Hellmann sind Produktion und Verkauf am Stammsitz im Bünder Ortsteil Holsen bis auf weiteres ausgesetzt. Das erklärte Jan-Frederik Hellmann von der Geschäftsleitung der R. Hellmann Fleischwarenfabrik GmbH & Co. KG.

Donnerstag, 16.02.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 16.02.2017, 11:35 Uhr
Die Jalousien sind heruntergelassen, ein Schild weist darauf hin, dass das Fachgeschäft vorerst geschlossen hat: Verkauf und Produktion der Fleischerei Hellmann sind am Stammsitz in Holsen vorerst ausgesetzt. Foto: Hilko Raske
Die Jalousien sind heruntergelassen, ein Schild weist darauf hin, dass das Fachgeschäft vorerst geschlossen hat: Verkauf und Produktion der Fleischerei Hellmann sind am Stammsitz in Holsen vorerst ausgesetzt. Foto: Hilko Raske

»Aktuell sind verschiedene Gutachter und Beauftragte der Versicherungen vor Ort aktiv«, so Hellmann. In den Räucherkammern, in denen das Feuer ausgebrochen war, würden derzeit zwischen 25 bis 30 Tonnen Mettwurst und Salami lagern. »Aufgrund der Ermittlungen, die stattfinden, dürfen wir in den Räumlichkeiten aber nichts verändern.«

Teile der Belegschaft müssten in den Zwangsurlaub geschickt werden, sagte Hellmann. »An diesem Standort sind 27 Mitarbeiter beschäftigt. Zehn bis zwölf können derzeit nicht arbeiten.« Die Produktion sei aufgrund des Brandes an der Hellmannstraße komplett eingestellt worden. »Wir arbeiten allerdings schon seit vielen Jahren mit der Firma Wittler Fleischwarenfabrik aus St. Annen zusammen. Deshalb wird unsere Wurst in der nächsten Zeit dort hergestellt.« Unterstützt werde das Meller Unternehmen in dieser Zeit von Hellmann-Mitarbeitern. Allerdings, so Jan-Frederik Hellmann , könne in St. Annen nicht so viel Wurst wie in Holsen produziert werden.

Von Vorteil sei, dass man im Gewerbegebiet Ostkilver noch einen zweiten Standort habe. Dort werde die fertige Wurst jedoch nur zur Nachreifung gelagert. In speziellen Räumlichkeiten verlieren die Fleischwaren bis zu 35 Prozent ihres Flüssigkeitsgehalts. Die Lagermenge dort reiche aus, um weiterhin den Großhandel zu beliefern. Endverbraucher in Holsen müssten sich aber mindestens noch eine Woche gedulden, bis es mit dem Verkauf in der Fleischerei weitergehe.

Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts war das Feuer im Vorraum einer Räucherkammer ausgebrochen. Das haben erste Untersuchungen der Polizei ergeben. »Wir gehen nach unseren Ermittlungen davon aus, dass ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst hat«, sagte Kreispolizeisprecher Steven Haydon.

Nach Aussage von Jan-Frederik Hellmann seien in erster Linie drei Räume im Räucherkammerbereich betroffen. Die Schäden in der Produktion seien nicht so massiv.

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